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Tausche Kamera gegen Löwen

29 Aug

Autor: Admin - Kategorie: Kenia, Outback

Kürzlich berichteten wir über die Dreharbeiten von “Mona Lisa” im Mara Timbo Camp. Nun erreichte uns ein Bericht wie Fernsehfrau Michaela Papke dazu kam in Kenia das Camp zu eröffnen.

Ex-RTL-Fernseh-Moderatorin Michaela Papke eröffnet luxuriöses Safari-Camp in Kenias Masai Mara

In engen Windungen schlängelt sich der Mara River durch die Masai Mara. Am linken Ufer trottet eine große Herde Gnus mit hängenden Köpfen grasend durch die Steppe. Hin und wieder hebt eines der Tiere abrupt den Kopf, um zu horchen, dass die Herde noch sicher ist und nicht zum gefundenen Fressen für Löwen oder Geparden wird, die ihnen hier gerne auflauern. Zwei junge Zebras tollen in der warmen Mittags-Sonne und messen ihre Kräfte, der Rest Zebras widmet sich dem goldgelben Gras der Mara. Denn zum Grasen sind sie wie 1,2 Millionen anderer Gnus und Zebras wie jedes Jahr im Juli aus der Serengeti in die Masai Mara nach Kenia gekommen.

Die Gäste des Mara Timbo Camps können das Schauspiel der Tiere auf der anderen Seite des Flusses bequem aus der Lounge des Camps verfolgen. Dazu das entspannende Rauschen des Wassers an den zwei Stromschnellen des Flusses, das gelegentlich durchbrochen wird vom tiefen Grunzen eines der 70 Flußpferde, die sich in der Flußschleife direkt vorm Camp tummeln. Das Mara Timbo Camp ist mit nur sieben Gästezelten ein sehr kuscheliges Safari-Camp der Luxusklasse, gelegen direkt in der weltberühmten Masai Mara, mit Personal Butlern für jedes Gäste-Zelt, exquisiter Küche und geführt von
der deutschen Ex-Fernsehmoderatorin Michaela Papke (39), in ihrem ersten Leben Moderatorin beim  RTL-Frühstücksfernsehen und später für „Die Redaktion“ bei RTL 2.

Vor eineinhalb Jahren hängte die 39jährige Fernsehfrau von heute auf morgen ihren Beruf als Reporterin an den Nagel und stampfte zusammen mit ihrem Ehemann Klaus (48) in nicht einmal einem dreiviertel Jahr Bauzeit das Mara Timbo Camp aus dem Boden. Dabei lief die eigene gemeinsame Fernseh-Produktionsfirma MediaWork TV gut, Sohn Tim gedieh prächtig und die Familie fühlte sich rundum wohl in ihrer Wahlheimat vor den Toren Münchens, im oberbayerischen Herrsching am Ammersee. “Wir hatten keinen Grund alles aufzugeben!” erinnert sich Michaela, “aber Kenia hat es uns einfach
verzaubert!

Schon zuvor waren die Wilkens viel gereist. Michaelas Ehemann Klaus: “Wir wollten nicht warten bis wir alt und gebrechlich sind oder unser Sohn irgendwann mal die Schule beendet hat. Also fällten Michaela und ich nach einem Kurzurlaub in der Toskana mitten auf dem Brenner die Entscheidung, wir wollen durchgehend reisen bevor Tim in die Schule muss.” Schon die ersten Versuche der beiden Journalisten den Lebensunterhalt auch auf Reisen zu verdienen waren überraschend positiv. Ein halbes Jahr produzierten die Wilkens 2005 von Spaniens Costa del Sol aus Unmengen Filme für den Natur-
und Umweltsender Terra Nova. Und 2006 tingelte die ganze Familie ein halbes Jahr durch Ecuador, Chile, Argentinien und Brasilien. “Während der Südamerika-Reise hatten wir von unterwegs Aufträge akquiriert, und von unserer Redaktion in Deutschland abdrehen lassen. Übers  Internet haben wir diese Filme dann in den hinterletzten Internet-Cafes in Südamerika abgenommen. Die Sender hatten meist keine Ahnung davon, dass wir irgendwo mitten im Amazonas steckten.” lacht Michaela schelmisch.

Die sechswöchige Keniasafari Anfang 2007 war gedacht als Afrika-Teil der “Weltreise in Etappen”. “Aber dann sind wir klassisch in Kenia kleben geblieben, weil uns Land und Leute so imponiert haben. Die Safari war traumhaft, die Lodges, in denen wir übernachtet haben, waren hübsch und nicht gerade billig“, erinnert sich Geschäftsmann Klaus. Nach der Hälfte der Safari begann das deutsche Ehepaar ein Geschäft in der Safari-Branche zu wittern und Preise sowie Kennzahlen für den Bau von Safaricamps in ihren Laptop zu hämmern, den sie immer mit auf Reisen nahmen. Ab da ließen die beiden Journalisten ihren Fahrer nicht mehr nur an Zebras und Löwen stoppen, sondern auch bei Bauholz und Steinen, um Preise zu recherchieren.

Den richtigen Platz für ihr Camp fanden die beiden Fernsehmacher in der weltberühmten Masai Mara. Kaum sonst wo auf der Welt haben Tierliebhaber die Chance, alle Tiere der sog. “Big Five” auf einmal hautnah zu erleben, also Elefanten, Nashörner, Büffel, Leoparden und Löwen. Außerdem startet in der Masai Mara jedes Jahr ab Anfang Juli die “Migration”, bei der 1,2 Millionen (!) Gnus, Zebras und Antilopen aus Tansania zum Grasen über die grüne Grenze in Kenias Masai Mara wandern. Eines der größten Naturschauspiele der Welt, wo Monster-Krokodile im Mara Fluss schon hungrig auf die Gnus warten.

Unterhalb des Höhenzuges, wo der Kenia-Klassiker “Out of Africa” gedreht wurde, pachteten die Wilkens ein Grundstück und beschlossen ihrem luxuriösen Safari Camp den Namen “Mara Timbo Camp” zu geben. “Gewidmet unserem kleinen Sohn Tim“, verrät Michaela. “Da wussten wir aber noch nicht, dass “Tembo” in Swahili “Elefant” bedeutet. Nun müssen wir unseren Gästen ständig erklären, dass der Name unseres Mara Timbo Camps kein Schreibfehler ist!” Schon die Bauarbeiten für das Safari-Camp waren Abenteuer pur. “Von wegen mal eben in den Baumarkt nebenan gehen und Holz, Nägel und Zement einkaufen!” erinnert sich Klaus. “Michaela und ich haben alles selber entwerfen und bauen lassen müssen, weil wir nirgendwo in Kenia Möbel,Bettdecken oder Gardinen so schnell bekommen konnten, wie wir es haben wollten. So entstand die gesamte Inneneinrichtung der Luxuszelte, alle Betten, Regale, Tische, Truhen, Gardinen und sogar die Bettwäsche im Garten unseres Mietshauses in Nairobi. Da haben drei Monate lang 35 Schreiner und 4
Schneiderinnen tagtäglich gehämmert und genäht
“, erinnert sich Klaus. Auch die großen Gäste-Zelte entstanden am Laptop, konzipiert mit einem Powerpoint-Programm. “Wir hatten bis dahin noch nie irgendwas gebaut. Und dann sind wir mit unseren dynamischen Entwürfen zu den kenianischen Handwerkern gegangen und haben gesagt: So wollen wir das!” lacht Michaela. “Manche haben uns für völlig verrückt gehalten. Aber letztlich haben wir bekommen, was wir wollten.

Die Wilkens teilten sich die Aufgaben. Während Klaus im Busch als Architekt und Bauleiter in einer Person Dampf machte, kaufte Michaela in den abenteuerlichen Industriegebieten Nairobis Baumaterialien und sorgte für den Nachschub. “Alles musste aufwändig und bruchsicher für den Transport auf der 400 km langen, staubigen Buckelpiste in den Busch verpackt werden: lange Bauhölzer, Abfluß-Rohre, Zelte, ebenso wie große Spiegel, Badewannen, Glaswaschbecken, denn das nächste Geschäft ist von unserem Camp 2,5 Stunden entfernt, einfache Fahrt.

Und plötzlich arbeiteten auf der Baustelle 120 Mann, weil hier alles per Hand gemacht wird. Was uns beim letztlich Bau geholfen hat, ist zum einen, dass wir als Fernsehproduzenten gewohnt waren, logistisch alles genauestens vorzubereiten, und zweitens dass ich als kleiner Junge zwischen Holz und Stoffen aufgewachsen bin, denn mein Vater war Tischler, meine Mutter Schneiderin. Als Kind musste ich den beiden immer helfen. Und da war doch mehr Know How hängen geblieben, als ich vermutet hatte“, freut sich Klaus.

In nur drei Monaten Bauzeit zwischen Oktober und Dezember 2007 gelang es den beiden Deutschen das Camp in die Masai Mara zu setzen. “Wir wollten in der ersten Januarwoche eröffnen und hatten auch schon Buchungen. Aber dann kamen die Wahlen und alles war anders“, raunt Michaela. Niemand in Afrika hatte mit Unruhen in Kenia gerechnet, am wenigsten die Kenianer. Das Land galt als Vorzeige-Wirtschaft für ganz Ostafrika, mit hohen Wachstumsraten, vor allem in der Touristikbranche. Und der Bedarf an Unterkünften in der Masai Mara für Touristen auf Safari war um ein Vielfaches höher als tatsächlich vorhandene Betten.

Doch nach den Unruhen im Januar blieben die Touristen erst einmal aus und die Eröffnung des Mara Timbo Camps auf Juli verschoben. “Wir haben seitdem schon viele Gäste aus Deutschland, England und den USA beherbergt“, sagt Michaela stolz, “und das Feedback auf unser Camp ist überwältigend. Die Lage direkt am Fluß mit den vielen Hippos, unsere freundlichen weiblichen Personal Butler und die Küche bekommen sehr viel Lob.

Nie waren Flüge und Unterkünfte in Kenia so günstig wie in diesem Jahr. Die deutschen Reiseveranstalter locken mit massiven Preisnachlässen. “Die Mischung aus Strandurlaub an weißen Traumstränden und einmaliger Abenteuer-Safari gibt es sonst nirgendwo in der Welt“, schwärmt Michaela Wilken. “Kenia ist dazu sehr gastfreundlich, seit langem sicher und immer wenn in Deutschland Winter ist, haben wir hier Sommer. Darum haben wir unsere Entscheidung, das Mara Timbo Camp in die Masai Mara zu bauen, nicht bereut.

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