Botswana Tagebuch 03/2009 - geschrieben von Dr. Eike Kynast

Eintrag ins Logbuch Botswana Survival- Tour 30.03.2009; 21:45;
Standort Moremi Nationalpark

geschrieben von: Dr. Eike Kynast

Zur Lage: Sie ist hart und nahezu aussichtslos! Denn wir sitzen fest. 

Was ist geschehen? Wir stehen auf einer morastigen Wiese etwa 10 m neben dem was man zuhause als gefluteten morastigen Feldweg nennt, hier jedoch fälschlicherweise als Straße nach der Regenzeit bezeichnet. 

Auf der anderen Straßenseite befindet sich ein großes Buschwerk, ein ideales Versteck für einen überraschenden Angriff durch ein Raubtier. Hinter uns liegt ein ca. 80 km langer Tagesritt durch die überfluteten Straßen im Busch von Botswana. Den Nichtzwergen sahen wir vor mehr als 6 Stunden am Gate, beim Einzug in diesem Nationalpark. Hier kamen uns zwei Geländewagen entgegen, welche bei der Passage der Wege resignierten und umdrehten. Der Chefzwerg (also Caspar Jr.) meinte, dass man nur mit einem Landrover eine Chance hätte – und wir hätten schließlich 2 davon. Ignorierend, dass sich bereits an unserem Wagen einige bemerkenswerte Auffälligkeiten, ein Getriebegeräusch und ein plötzliches Ausschalten des Motors, ereigneten. In den dann folgenden Kilometern durchquerten wir Abschnitte, welche eher an Flüsse als an Straßen erinnerten. Vereinbarungsgemäß musste unser Jüngster (also der Citizwerg) die gefluteten Straßen- bzw. Flußabschnitte zu Fuß durchqueren um die Konsistenz des gefluteten Straßenabschnittes zu prüfen. Ungeachtet der Tatsache, dass er in Kürze wieder Vater werden würde. 

  

Die Konvention der 7.1 Zwerge sah vor, dass immer bei Schwierigkeiten der Jüngste vorgeschickt wird. Wir nahmen an, es würde jeden Tag ein Anderer der Jüngste sein. Und der Altersdurchschnitt würde von Tag zu Tag um ein paar Jahre ansteigen um sich schließlich dem Alter von Opazwerg zu nähern. Wie bei dem Lied der 10 kleinen Negerlein. Mal abgesehen davon, dass unser Lied planmäßig lediglich acht Strophen hätte, ereilte Falk bisher immer die Gnade, oder wenn man so will die Qual, dass er wieder und wieder unter erneuter Anspannung als Fußnavigator die gefürchteten Stellen der gefluteten Straßen abgehen musste um anzuzeigen, wo in diesen Wasserlöchern ein befahrbarer Untergrund ist. 

Nach jeder Straßenflußpassage wurde die Stimmung unter den acht Zwergen immer mehr bedrückender. Schließlich nahm nicht nur die Tiefe, sondern auch die Länge dieser Abschnitte des Schreckens immer weiter zu, so dass die Fahrt langsam mehr an eine Schifffahrt als an eine Autotour durch den botswanischen Busch erinnerte. Ein Wechselbad der Gefühle: Nach jedem Schlammmassel hoffte man, nun den unpassierbaren Abschnitt unserer Strecke hinter sich zu haben. Diese Freude hielt meistens jedoch nur kurz an.

Eine ganze Strecke fuhren wir neben einem völlig überfluteten Fluss, so dass die Straße streckenweise schon ein Teil der Flusslandschaft war. Demzufolge war auch zu befürchten, dass im Fluss vorkommende Lebewesen auch in den Wasserlöchern der Straße anzutreffen sind. Später würden wir zum Beispiel bei der Durchfahrt eines Wasserloches neben Fischen auch einen Alligator vor der Motorhaube haben. Schließlich erreichten wir einen Streckenabschnitt, welcher mehr einem ausgedünnten Regenwald als den bisher erlebten botswanischen Busch ähnelte. 

Der Boden war hier also besonders schlammig. Aus diesem Grund mussten wir den Strassenverlauf großbogig verlassen und uns quer durch das Dickicht neben der Straße schlagen. Jeder von uns ahnte, dass es reines Glück war, dass wir bis hierhin gekommen waren. Keiner wollte den bereits zurückgelegten Streckenabschnitt noch einmal erleben. Umkehren kam also definitiv nicht in Frage. Also durchquerten wir mit den Wagen das Dickicht. Als Fußgänger wäre man hier nicht durchgekommen. Es lauerte Meter für Meter die Gefahr. Ein Steckenbleiben hätte nicht nur das Ende dieser Reise bedeutet, sondern hätte schließlich auch dazu geführt, dass das Zwergenlied womöglich nur eine Strophe gehabt hätte, anstatt acht. Zum Beispiel „8 kleine Zwerge fuhren ganz tief ins Dickicht zur Freud‘ der Löwen packten sie die Heimreise nicht.“

  


Erst gestern erzählte uns Opa Zwerg, dass vor einem Jahr fünf Mosambikaner das Liegenbleiben ihres Safariwagens mit dem Leben bezahlten. Bereits 500 m nach dem sie ihre Fahrzeug verlassen hatten um Hilfe zu holen, wurden sie von einem Löwen angefallen. Drei von Ihnen waren sofort tot, die anderen wurden schwer an der Schulter und am Bein verletzt. 

Glücklicherweise hatten wir ein Navigerät mit den Tracks of Afrika an Board, so dass wir in etwa wussten, wo sich der ursprüngliche Straßenverlauf befindet. Eine Orientierung war sonst unmöglich, da sich rings um das Auto nichts als Gestrüpp befand. Die Herausforderung war es, immer erneut den nächsten Meter zu planen. Der Chefzwerg meinte, zur Stimmungsaufhellung aller, dass wir bei der jetzt vorliegenden Geschwindigkeit wiedermal unser Tagesziel, ein Campingplatz am nächsten Gate, nicht erreichen würden. Mittlerweile war es 17:45 Uhr. Gegen 18:30 Uhr beginnt, das wussten wir von den vorangehenden Tagen, der Sonnenuntergang. Kündigte er sich erst einmal an, war er auch binnen 20 min vollstreckt. Diese Zeit erwies sich als gerade ausreichend, um noch bei Tageslicht die Zelte auf dem Autodach aufschlagen zu können. 

Nachdem wir gefühlte 2 km das Dickicht passierten, kamen wir wieder auf die Straße, welche zur Freude aller sich als ziemlich trocken und tragfähig zeigte. Uns war natürlich allen klar, dass es sich hierbei höchstwahrscheinlich nur um die Fortführung des bisher erlebten Psychodramas von Zuckerbrot und Peitsche handeln konnte und die nächsten Feuchtgebiete nahten. 

So kam es auch. Das weiße Tageslicht wandelte sich mittlerweile in die warmen orangetöne des Sonnenuntergangs. Ich aktivierte meine Kamera um die allabendlichen Sonnenuntergangsfotos auch an diesem Abend zu schießen. Ein kurzer Regenschauer stellte sich ein. Ich schoss noch schnell ein Foto von zwei parallel verlaufenden Regenbögen. Es war an diesem Abend eines der letzten Fotos, weil sich die folgenden 500 m als existenzentscheidende Bedrohungen entlarvten.

Einige von uns hatten sich im Laufe des Tages ihrer Hosen und Schuhe entledigt, da diese bei den wiederholten Schlammbefreiungsversuchen der Autos nass und sandig wurden. Der Geruch, eine Mischung von Schlamm und Zink und auch ein kleines bisschen Männerschweiß, lag uns allen in der Nase. Aufgrund der neuen Kleiderordnung wechselten wir die Funknamen der Fahrzeuge von „Venter 1“ und „Venter 2“ in „Tanga 1“ und „Tanga 2“. Wir fuhren Tanga 2 voraus. 

Plötzlich ereilte uns ein Funkspruch: „Tanga 2“ an „Tanga 1“ - Houston, wir haben ein Problem. Wir sind inmitten der Pfütze festgefahren. Zu diesem Zeitpunkt passierten wir gerade ein Schlammloch von gefühlter 800 m Länge. Das schlammige Wasser spritzte uns regelmäßig über die Motorhaube und das Ersatzrad auf die Scheibe. Der Chefzwerg nahm das Funkgerät und antwortete „Tanga 1“ an „Tanga 2“ wir haben verstanden: Bleibt wo ihr seid, wir kommen zu euch zurück. Ich saß auf dem Beifahrersitz neben dem Chefzwerg und war zunächst überrascht über die plötzlich und unvermittelt gefällte und schon gar nicht abgestimmte Entscheidung. Rückfahrt bedeutete in diesem Kontext, die völlig überflutete, von Buschwerk gesäumte, sich in einem ausgesprochen schlechten Allgemeinzustand befindliche Straße zurück bis zum anderen Fahrzeug zu fahren und dann mitten im Schlamassel stehenzubleiben. Mal abgesehen davon dass der Hinweis, sie mögen doch bleiben wo sie sind, völlig überflüssig war. Hätten sie eine Wahl gehabt, wären sie doch lieber zu uns aufgeschlossen. 

  

Also wenige Millisekunden nach Erwiderung des Funkspruchs bogen wir von der jetzt etwas besser befestigten Straße ab, um einen Halbkreis um eine Bauminsel neben der Straße zu fahren und auf einer Wiese neben der Straße zu wenden. Wir waren knappe 50 m weit gekommen, als das Auto plötzlich anfing auf der Wiese zu schwimmen. Dann sackte das Heck ab und wir steckten fest. 

Blitzschnell war mir die Konsequenz der uns Schlag auf Schlag ereilten Schicksalsschläge gegenwärtig - das schnelle analytische ist bei mir eine Berufskrankheit. 

Tanga 2 steckte inmitten einer Pfütze im Morast und wir inmitten einer Wiese. Das Wendemanöver hatten wir bis auf die letzten 10 m nahezu vollendet, steckten jetzt jedoch im spitzen Winkel zur Straße im Morast. Nachdem wir uns umgeschaut hatten (es hätten Löwen in der Nähe sein können) stiegen wir aus dem Auto. Ich versank sofort bis zur Mitte des Unterschenkels im Morast. Ich kam keinen Schritt voran oder zurück. 

Die Sonne stand mittlerweile, unserer Stimmung entsprechend, auf Halbmast und warf ihr paradoxerweise noch warmes oranges Licht auf unsere sandige Haut. In der Ferne zogen sich die Wolken zu. Manchmal blitzte und donnerte es vereinzelt in der Ferne. Es kündigte sich ein heranziehendes Gewitter an. Die Luft war gespickt mit Mücken. Die ganze Zeit hatte ich mich gefragt, warum wir eine Malariaprophylaxe einnahmen, da ich bis eben keine einzige Mücke sah. Jetzt wusste ich es. Ich nehme stark an dass es sich bei den Mücken um die malariaverbreitende Anophelesmücke handelte. Nachdem wir aus dem Wagen ausgestiegen waren sahen wir, dass wir mit der Hinterachse vollständig, also bis zum Bodenblech, in den suppigen Morast eingesunken waren. Eine Befreiung des Wagens, also auch unsere Befreiung aus dieser Situation, kam an diesem Abend nicht mehr infrage- und schien mir auch ansonsten aus eigener Kraft völlig unmöglich. Das aufziehende Gewitter konnte ebenfalls die Prognose nicht gerade verbessern! Der Chefzwerg nahm das Walkie-Talkie in die Hand. Retrospektiv meine ich sogar ein kleines zittern in seiner Stimme gehört zu haben, als er sagte: „Venter 1“ an „Venter 2“ wir haben uns auch festgefahren. Alleine die Tatsache dass er wieder die ‚Mädchennamen der Fahrzeuge verwendete zeigte mir, dass ihm offensichtlich der Ernst der Lage sauer aufstieß. Der Spruch wurde jedoch zunächst nicht erwidert, es kam keine Antwort. 

In der Zwischenzeit versuchte nämlich die Mannschaft von Tanga 2 ihr Fahrzeug aus dem Straßenschlamassel zu befreien. Etwa 15 min später erfuhren wir über Funk über den Erfolg. Wenige Minuten später fuhren sie, eine große Flutwelle vor sich her schiebend, an unserem Wagen vorbei und kamen nach weiteren 250 m, hinter einer großen Hecke, für uns nicht einsehbar, zum stehen. Wir waren in der Zwischenzeit damit beschäftigt unsere Dachzelte aufzubauen, was ich als schwierig erwies. 

Die Leiter zum Erklimmen der Zelte war ihr drittes Standbein und wesentlich für die Stabilität des Zeltes mitverantwortlich. Der morastige Boden gab jedoch keinen ausreichenden Widerstand. Unser Nachtlager würde also labil und in einer Höhe sein, von der man einem vorbeistreifendem Löwen die Mähne hätte streicheln können. Nachdem wir den improvisierten Aufbau vollendet hatten, stellten wir fest, dass wir bis auf 3 Flaschen Cola und ein Bier keine weiteren Getränke oder Lebensmittel an Bord hatten. Die 250 m zu Tanga 2 waren unüberwindbar. Nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß rüberzugehen war lebensgefährlich. Die Getränke und Lebensmittel waren allesamt im Wagen von Tanga 2 untergebracht. Es blieb von der Dortigen Mannschaft natürlich nicht unentdeckt. Wie wir es von weitem hören konnten, feierten sie dort ein wildes Fest. Der Chefzwerg ärgerte sich zunehmend darüber, dass sie den Motor starten um dekadenter Weise die Klimaanlage zu betreiben und dann lauthals ein Fest zu feiern. Auch aus Sicherheitsgründen war dieses Prozedere nicht unbedingt empfehlenswert. Jedoch mit einen erhöhten Alkoholspiegel im Blut, waren diese Bedenken keine maßgeblichen Argumente mehr. 

  

Die Mannschaft von Tanga 1 ging an diesem Abend hungrig ins labile Bett. Der Chefzwerg fragte uns verschmitzt, ob alles zu unserer Zufriedenheit wäre. Auf seine Frage antworteten wir, dass wir  -SURVIVAL - gebucht hätten und nicht  - DIE Hard -. Er erwiderte hierauf, dass er uns für diese Widrigkeiten einen Aufschlag berechnen müsse und uns eine Extrarechnung schreiben würde.

Der Citizwerg und ich führten im Anschluss hieran noch unser all abendliches Videointerview zur Lage der Nation durch. Der sich immer wieder bewährende Standardsatz „Die Situation ist hart aber nicht aussichtlos“ war in diesem Moment deplatziert, da ich jetzt wirklich keine gute Prognose stellen konnte. Von unserem Standort aus war mir unklar, wie bei der schlechten Straßen- beziehungsweise Wegesituation ein Auto alleine den Weg zum nächsten Gate schaffen soll. 

Ein Himmelreich für ein Satellitentelefon. Auf die Frage zur Lage der Nation musste ich den dramaturgisch bedingten Satz „die Lage ist ernst aber nicht aussichtslos“ entsprechend modifizieren und gab mit dem Hinweis, die Videospeicherkarte könnte unter Umständen im Sumpf verrotten einen entsprechenden dramaturgischen Hinweis. Nicht zuletzt um vor der Nachwelt, beim Auffinden der Karte nicht naiv zu wirken. 

Der Citizwerg und ich teilten uns noch eine unter dem Sitz gefundene Büchse Bier und begaben uns zur Nachtruhe. Zuvor jagten wir noch etliche der Mücken, welche den Weg zu uns ins Zelt fanden. Als wir alle, bis auf die drei letzten, an der Zeltwand komprimiert hatten, machten wir das Licht aus. Für gewöhnlich jagt man die letzten Mücken, schlafzimmererprobt, in dem man in Seitenlage auf ein lautes piepen der Mücke achtet und in diesem Moment die übers Ohr kreisende Mücke im Faustschluß ergreift und ihr durch forcierte Kompression und Quetschung den Garaus macht. Falk schlief an diesem Abend sofort ein. Er wollte der Erste sein bevor ich anfange im Schlaf laute löwenähnliche Fauchgeräusche von mir zu geben. Nachdem ich also die 3 Mücken nach und nach in meiner Faust entsorgt hatte,  wollte das geschwaderartige Piepen nicht abreißen. Offensichtlich waren die Maschen der der Fenstergaze zu groß, um die Mücken fernzuhalten. Somit begriff ich, dass es um meine Nachtruhe nicht besonders gut bestellt war. Gegen Mitternacht verklang das laute quaken der Frösche, was sich in Afrika anhört wie aneinanderschlagende Bambusstäbe. Nachdem es eine Weile still war (bis auf das Piepen der Mücken) kam es zu swimmingpoolähnlichen Geräuschen direkt neben unserem Auto. Ich öffnete das Zeltfenster und sah 4 Flußpferde, welche neben unserem Auto im Wegmorast badeten. In den frühen Morgenstunden, so gegen 3:00 Uhr bin ich das erste Mal eingeschlafen. Nach gefühlten 5 min bekam ich einen Stoß mit dem Ellenbogen in die Seite. Falk beschwerte sich darüber, dass ich schon die ganze Nacht schnarchen würde, was definitiv falsch war, und definitiv auch nicht auftreten würde weil ich hiernach wieder vollständig wach war. 

Der nächste Morgen brach an, wir verließen unser Auto. Der Citizwerg fragte den Chefzwerg, wo denn die Duschen seien. Dieser verwies auf 150 m hinter dem nächsten Busch. Eins ist Fakt: Aussichtslosigkeit lässt sich mit Humor deutlich besser ertragen. Nachdem wir uns zum Frühstück alle ein Schluck Wasser aus einer nicht vollständig entleerten Flasche teilten, meinte der Chefzwerg, mich etwas aufmuntern zu müssen. Er sagte: „Kompliment Doktor du hast die ganze Nacht nicht geschnarcht!“ Ich erwiderte diese excellente Beobachtung nur beipflichtend mit „Ich hab‘ ja auch die ganze Nacht nicht geschlafen“. 

Es war circa 8:30 h morgens, als wir unseren Befreiungsversuch starteten. Hierzu musste der Citizwerg wieder einmal die bis über die Kniegelenke überflutete Wasserstraße überqueren um an dem auf der gegenüberliegenden Seite sich befindlichen Busch die Seilwinde zu befestigen. Am ersten Tag im Busch durften wir uns übrigens nie mehr als 2 Meter vom Auto entfernen, weil das am ersten Tag wohl noch sehr gefährlich war?! Dann gruben wir die Räder frei und stopften Äste und Reissig in die immer wieder zulaufenden Löcher, bis sie einen halbwegs festen Untergrund ergaben. Nach zwei Anläufen gelang es dem Chefzwerg, uns aus dem Schlamassel zu befreien, quer über die Straße zu fahren und im Gebüsch der Gegenseite zu landen. Auf dem sich hier befindlichen Wurzelwerk konnte er das Auto wenden. Dann fuhren wir mit Schwung  zurück in den Wassergraben und kamen nach 250 m auf den festen Straßenabschnitt. 

Hier stand der Wagen von Tanga 2. Um ihr Fahrzeug herum im Sand waren deutliche Löwenspuren. Diese waren frisch und auch in der Sandspur hinter Tanga 2 nachweisbar.

Aber auch der Gerichtsausdruck der Tanga 2 - Mitglieder erinnerte an Katzen, sie sahen doch alle sehr verkatert aus. Der Löwe hatte offensichtlich keinen Appetit auf in Alkohol eingelegtes Humanfleisch. Beim Weiterfahren sahen wir nach ungefähr 500 Metern deutliche Kampf- und Jagdspuren auf und neben dem Feldweg. Opa Löwe und Oma Löwe sahen wir nach weiteren 200 Metern rechts neben dem Feldweg im Gebüsch – wenig angriffslustig nach dem opulenten Breakfast. Opa Löwe hatte noch einen Blutstreifen an der Nasenwurzel. Das Beste hier dran war: Es war kein Blut von uns. 

In der Wildnis sahen wir 1 mal Löwen – ich möchte nicht wissen, wie oft Löwen uns sahen. Angelangt am Gate erfuhren wir, das wir seit Oktober, also seit mehr als 5 Monaten die Ersten waren, denen die Durchfahrt des zurückliegenden Streckenabschnitts geglückt war. Da war es auch egal, dass uns ein Affe unsere frisch geschmierten und heiß ersehnten Frühstücksbrötchen klaute und genüsslich, nicht sonderlich hoch im Baum sitzend, verspeiste. 

Ladys and gentlemans: We survived! 

Übrigens geht es hier um Suvival Video: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.youtube.com/watch?v=iQFo557JvVE

Allgemeine Reise Anfrage