"Ladies go Wild" Südafrika-Tour - April 2012

Mitstreiterinnen: Dagmar Röpcke, Katja Gonschorek, Katja Venter, Andrea Schmidt, Birgit Woller, Katja Baumann, Nicole Kynast

 

Wilde Ladies "haben Programm" ...

 

   


Nun mag man ja voller Vorurteile sein, wie wohl eine Reise verläuft, bei der sich sieben Frauen auf den Weg machen, Südafrika zu erkunden. In diesem Reisebericht ist daher für jeden etwas dabei: Nämlich die Bestätigung und Widerlegung dieser Vorurteile. Doch ich finde, wir „wilden Ladies“ haben unser Abenteuer Südafrika bestens absolviert und können mindestens genauso viele Anekdoten erzählen, wie die Teilnehmer der „Namibia Excursion 2011“.

Begonnen hat unsere Reise in Kapstadt. Hier haben wir drei Nächte in der herrlichen Cedric’s Lodge verbracht. Schon allein der Ausblick direkt auf dem Tafelberg war hier gigantisch, welchen wir jeden Morgen bei unserem „Pilatis“ Frühsport  genossen haben. Böse Zungen würden jetzt behaupten, dass wir diesen auch bitternötig hatten, da wir bereits am Anfang unserer Reise kaum einem kulinarischen Genuss widerstehen konnten. Die Flammkuchen, die Jutta und Inge, die Betreiber dieser Lodge, auf dem „Old Biscuit Mill“ Markt in Kapstadt verkaufen, sind wirklich sensationell. Es wäre einer Straftat gleichgekommen, sie nicht zu probieren. Aber auch ansonsten hat uns der Markt im Herzen Kapstadts bei Woodstock wirklich in eine Phantasiewelt entführt. So etwas habe ich bei meinen bisherigen Reisen noch nie erlebt und es war gut, dass wir nörgelnde Männer dabei nicht im Schlepptau hatten. Wir hätten uns wahrscheinlich dann wohl nicht Stunden Zeit nehmen können…

  


Natürlich konnten wir uns beim Kapstadt-Besuch auch andere touristische Highlights nicht entgehen lassen. So waren wir auch auf dem Tafelberg und haben hier bei geradezu arktischen Temperaturen (im April sonst nicht so üblich) einen Schluck Wein genossen. Wenn wir ganz ehrlich sind, tranken wir den nur fürs Foto, weil diese Romantik ja schon beim „Bachelor“ gut funktioniert hat. Also, die roten Nasen kommen hier nicht vom Wein sondern von der Kälte. Apropos Wein, der spielte während unserer Tour eine tragende Rolle, denn bei einer Weintour unter anderem zum Weingut Lanzerac haben wir südafrikanische Weine wirklich schätzen gelernt. Zum Neutralisieren des Geschmacks gab es dort übrigens immer ein passendes Stück Schokolade – für uns Frauen eine göttliche Zugabe.  Sehr zu empfehlen ist auch das Palmiet Valley, eine herrliche Weingegend östlich von Kapstadt mit tollen Unterkünften und ebenso schönen Ausblicken in die Landschaft.

In Kapstadt haben wir aber auch das Nachtleben getestet. Bei der Suche nach einem Restaurant lernten wir dabei unfreiwillig große Teile der City kennen. Als wir nach langer Irrwanderung dann aus Sicherheitsgründen auf ein Taxi umgestiegen sind (wir wurden durch die dortige Security mehrfach darauf hingewiesen, dass sieben Frauen sich um diese Zeit nicht allein auf der Straße bewegen sollten), durften wir erfahren, dass wir einfach nur wenige hundert Meter von unserer Lodge am Ziel gewesen wären. Da hatte uns wohl für wenige Sekunden der weibliche Instinkt verlassen.

Doch ansonsten haben wir auf unseren Streifzügen nichts verpasst: Leckeres Sushi im „Beluga“, vermutlich das beste in Südafrika, oder süffige Mojitos, rauchende Wasserpfeife und auch Heiratsanträge. Davon können wir aus Diskretionsgründen jedoch nicht berichten.

Ganz klar, dass wir nach drei Tagen nun ein Kontrastprogramm brauchten. Dieses fanden wir in Hermanus – der „Walhauptstadt“. Voller Enthusiasmus haben wir uns dann auch in die Fluten des Atlantiks gestürzt – mit Boogie Boards. Ich finde, wir Ladies machten keine schlechte Figur und könnten es locker mit jeder „Baywatch“-Darstellerin aufnehmen. Hier bekamen wir wiederum die etwas kalten Temperaturen, dieses Mal des Wassers, zu spüren, was wir uns natürlich nicht haben anmerken lassen. Auch die Berichte über Hai-Attacken verdrängten wir. Belohnt wurden wir für unseren Mut mit der wunderbaren Villa Blu, in der wir genächtigt haben.   

   

Genauso komfortabel ging es in Jan Harmsgat Country House zu, wo wir am darauffolgenden Tag zu Gast waren. Entlang der bekannten Route 62 schlängelten wir uns mit unserem Mietwagen durchs Land. Mitten im Nirgendwo liegt hier „Ronnys Sex Shop“, eine berühmte Bar, die außer ihrem Namen nichts Anrüchiges hat, außer vielleicht den vielen Andenken, die Reisende dort hinterlassen. Neben einer Venter Tours-Visitenkarte hängen nun auch sieben BHs der „Wilden Ladies“ dort. Wer sie entdeckt, kann sich davor fotografieren lassen und erhält eine Flasche Venter Tours-Wein – versprochen!

   


Ganz anderer Natur waren die Attraktionen im Mes Amis Guest House in Wilderness mit direkten Wasserzugang zum Indischen Ozean. Jeden Morgen und Abend ziehen die Delfine vorbei – mit Adleraugen gut zu erkennen. Es liegt wohl an der weiblichen Romantik, wenn ich an dieser Stelle vom Grillen am Meer berichte, was sich uns allen eingeprägt hat. Auch ohne Männer ein voller Erfolg – saftige Straußensteaks, leckerer Salat und frisch gebackenes Brot. Zu diesem Zeitpunkt waren die Chips unserer Kameras bereits prall gefüllt.

  


Ein weiteres Highlight der „wilden“ Tour war der Aufenthalt in der Hog Hollow Country Lodge. Jeder der fünf Sterne leuchtet dort besonders hell. Es ist einfach eine liebevolle und wunderbare Unterkunft. Die Landschaft in Plettenberg ist zudem wald- und abwechslungsreich. Durch die Täler und die Outeniqua-Berge ist sie geradezu unverwechselbar. Wir haben die Gelegenheit genutzt und einen Ausritt auf dem Rücken der Pferde, wo ja bekanntlich das Glück der Erde zu Hause sein soll, gewagt. Inzwischen waren wir als Team so eingespielt, dass gar kein großer Gruppenzwang mehr nötig war, um Überzeugungsarbeit zu leisten.

  


Etwas größer wurden die Tiere im Amakhala Game Reserve, ein privates Wildtierreservat nahe des Addo Elephant Parks. Es liegt ungefähr 75 Kilometer von Port Elizabeth entfernt und ist ein Beweis, dass wir bisher unfallfrei weite Strecken quer durch Südafrika zurückgelegt hatten. Hier haben wir in der luxuriösen Bush Lodge geschlafen, die wirklich traumhaft war. Das Reservat bietet jedoch ganz unterschiedlichen Ansprüchen eine passende Herberge. Sie können hier also vom puristischen Zelt bis zur komfortablen Fünf-Sterne-Unterkunft alles erleben. Ein Highlight war für uns natürlich, in der einmaligen Weite des Reservats die Flora und Fauna unter die Lupe zu nehmen. Bei unserer, durch einen zuvorkommenden Ranger, geführten Safari, konnten wir wirklich beeindruckende Bilder in unser Reisegepäck legen: So beobachteten wir zwei Elefantenbullen, die gerade in einen Kampf verwickelt waren oder aber sechs Geparden, die miteinander spielten und nach Nahrung Ausschau hielten. Für uns Frauen war es natürlich ein besonderes Erlebnis, eine männliche Giraffe zu sehen, die gerade um die Gunst eines Weibchens buhlte. Dieses ließ sich jedoch mit klimpernden Wimpern wenig beindrucken. Der Vogelwelt sind wir bei einer abenteuerlichen Bootstour näher gekommen. Und für Romantiker ist der Sternenhimmel nur zu empfehlen - das Kreuz des Südens gab uns viel Gesprächsstoff.  Da das Amakhala Wildreservat malariafrei ist und an der touristisch gut erschlossenen Gartenroute liegt, ist es auch der ideale Ort für einen Familienurlaub.

  


Dann hieß es auch schon Abschied nehmen und ein bisschen Wehmut war wie immer dabei. Doch wir haben viele Erlebnisse im Gepäck verstaut. Auch unsere Sprache hat sich deutlich verbessert – unser Denglisch ist jetzt nahezu perfekt. Eine Kostprobe: „Kommst Du mit Smoking?“ Wir könnten nun auch verschiedene Ratgeber herausbringen: „Wo gibt es den besten Mojito?“, Wie packe ich sieben Frauenkoffer in ein Auto“, „Wie bediene ich den Blinker und nicht die Scheibenwischer?“, „Wie stellt man sich vor, wenn drei Mitreisende Katja heißen?“ oder „Zeitmanagement im Urlaub – Wir haben Programm!“. Übrigens „ es ist immer der andere“ – war der mehrmalige Spruch an jedem Tag (gemeint war der Schlüssel zu unseren Zimmern).


Na dann, viel Spaß bei Ihrem nächsten Abenteuer im Süden Afrikas.
 
Katja Venter

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