| Familienurlaub in Südafrika und Botswana 10/2010 | | Drucken | |
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Eine schweizer Familie unterwegs in Südafrika und Botswana Familie Lutz ist begeistert. Viele Tiere und beeindruckende Landschaften haben den Afrika-Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Ein Hauch von Abenteuer war auch mit dabei - Krokodile und Löwen, Elefanten und Rhinos haben die ganze Familie zu Afrika-Fans gemacht. Hier ihr Bericht:
Zusammenfassend können wir festhalten, dass wir begeistert waren und einen unserer besten Familienurlaube verbracht haben. Und dies gilt sowohl für unsere Kinder im Alter von 6 - 14 Jahren wie auch für uns Erwachsene. Im Folgenden möchten wir die einzelnen Destinationen unserer Reise kurz beschreiben. Vorweg ist festzuhalten, dass das Wetter trotz der Wintersaison sehr schön und, tagsüber, sehr warm war. Die Kinder sind etwa an 5 Tagen in den diversen Schwimmbädern baden gegangen und es hat nur einen einzelnen Tag etwas geregnet im Krüger-Park. Die Reise startete mit der problemlos verlaufenen Bahnfahrt von Basel nach Frankfurt, wo wir pünktlich gestartet und am nächsten Tag um 6.30 in Johannesburg gelandet sind. Die Miete von Natel und Auto verlief problemlos. Danach fuhren wir mit wenigen Umwegen vom Flughafen in zwei Stunden zur Ring-Oxwaggon-Lodge in Hardbeesport-Damm, wo wir von Marc, dem australischen Besitzer freundlich empfangen wurden. Er führte uns die nächsten 2 Tage in die Gebräuche und Sitten in Südafrika ein und konnte alle unserer vielen Fragen beantworten. Die Nacht verbrachten wir in Oxenwagen, welche die Buren früher für den Transport verwendeten und bequem restauriert wurden. Hardbeesport-Damm ist ein hübscher Vorort von Johannesburg, der für Touristen Vieles zu bieten hat.
Von den vielen Möglichkeiten haben wir das Merapeng-Museum besichtigt, das sowohl für die Kinder wie für Erwachsene sehr interessant ist, da es gleichzeitig unterhaltsam und informativ die Entstehungsgeschichte der Menschheit näher bringt. Zudem haben wir das "Elephant-Sanctuary" besucht, in welchem man viele Informationen und einen sehr nahen Kontakt zu Elefanten bekommt. Allerdings ist diese Touristenattraktion etwas überteuert. Nach zwei Nächten in den Oxenwagen fahren wir mit dem Auto zum Pilanesberg-Nationalpark. Schon kurz nach der Einfahrt in den Park sehen wir aus nächster Nähe Giraffen, weisse Nashörner und viele noch unbekannte Tierarten. Als Höhepunkt versperrt uns ein riesiger Elefant mit gewaltigen Stosszähnen den Weg und gibt ihn erst nach einiger Zeit frei. Im Golden Leopard-Ressort, der im National-Park liegt und mit Drahtzeunen gesichert ist, erwartet uns ein kleines, aber sehr gut eingerichtetes Bungalow. Am frühen Morgen (6.00 Uhr) unternehmen wir einen Game-Drive auf einem offenen Jeep bei gefühlten - 10 Grad. Wir sehen weniger Tiere als am Vortag und geniessen dafür nach der Rückkehr ein ausgiebiges Frühstück in der Lodge. Danach machen wir noch eine kleine Rundfahrt im Park, bevor wir den landschaftlich sehr schönen Pilanesberg-Nationalpark Richtung Marakele-Nationalpark verlassen.
Wiederum nach ca. 2 Stunden Fahrt treffen wir in der etwas ausserhalb des Nationalparks liegenden Montane Bush Lodge ein. Dort erwarten uns tolle Bungalows, welche auf Stelzen stehen und einen tollen Blick in die Baumwipfel der umliegenden Bäume gewähren. Noch etwas euphorisch von der ersten Nationalpark Erfahrung schreiben wir uns ein für einen Nacht-Game-Drive im Marakele-Nationpark. Der Drive ist von 16.00 - 19.00 geplant, somit zur Hälfte am Tag und zur Hälfte in der Nacht. Am Tag sehen wir bei angenehmen Temperaturen viele Tiere. Sobald es Nacht wird und kalt, sind auch die Tiere verschwunden. Der Führer ist derart enttäuscht, dass er noch 1 1/2 Stunden länger durch die Gegend fährt, um uns nicht zu enttäuschen. Leider nützt alles nichts und zum zweiten Mal sind wir stark durchgefrohren an diesem Tag. Am Folgetag haben wir den längsten Transfer an die Grenze von Botswana zu bewältigen. Der Höhepunkt unserer Ferien erwartet uns. Der Aufenthalt in der Tuli Lodge in Botswana. Nach über 4 Stunden Fahrt auf guten Strassen werden wir von Alex erwartet, unserem Führer für die nächsten 2 Tage. Nach einer spektakulären Überquerung des Limpopo-Grenzflusses in einer Gondel fahren wir auf einem offenen Jeep durch eine wunderbare Gegend bis zur Tuli-Lodge, einem wunderbar gelegenen Ressort mit luxuriösen Bungalows. Es erwarten uns zwei aufrgegende Tage mit spektakulären Game-Drives (Geparden, Wildhunde und ein frisch geborenes Giraffen-Kind), stimmungsvollen Abendessen am offenen Feuer mit einheimischer Live-Musik und wunderbaren Gastgebern, die wir nie vergessen werden. Leider müssen wir nach 2 ereignisreichen Tagen die Tuli-Lodge wieder verlassen und kehren von Botswana zurück nach Südafrika, wo wir nach kurzer Fahrt in der Mopane Bushe Lodge herzlich empfangen werden. Auch hier übernachten wir zwei Nächte in ebenfalls sehr luxuriösen Bungalows. Diese Lodge ist Ausgangspunkt für Ausflüge in den nahen Mapungubwe-Nationalpark mit seinem spektakulären Aussichtspunkt auf das Dreiländereck Südafrika, Botswana und Zimbabwe und seinen historisch wichtigen Ausgrabungsstätten. Aufgrund der spektakulären Landschaft haben sich die Wildtiere etwas versteckt gehalten. Nach diesen Verwöhntagen mit geführten Touren und luxuriösen Unterkünften geht es Richtung Krügerpark. Beim Pafuri Gate fahren wir in den Park. Die ersten 10 Minuten sehen wir kein Tier und plötzlich befinden wir uns mitten in einer Truppe von Büffeln, welche die Strasse überqueren. Danach sehen wir immer mehr Tiere, vor allem entlang des Shingwedzi-Rivers und direkt vor dem Eingang zum Shingwedzi-Camp, unserer nächsten Unterkunft für die nächsten 2 Nächte, das wir kurz vor Torschluss um 17.30 Uhr erreichen. Dort beziehen wir ein sehr kleines und einfach eingerichtetes Bungalow. Den nächsten Tag verbringen wir im Auto rund um das Camp, wo wir sämtliche Routen abklappern um die zahlreich vorhandenen Tiere zu beobachten. Nach zwei Nächten fahren wir weiter Richtung Letaba Camp. Direkt nach der Abfahrt sehen wir auf der Strasse unsere einzige Löwin, welche nach wenigen Metern wieder im Dickicht verschwindet. Die berühmten Big Five haben wir somit gesehen, wobei die Löwen sich am rarsten gemacht haben. Im Letaba Camp erwartet uns ein riesiges Bungalow mit Blick auf den Letaba-River, wo sich Krokodile sonnen und Elefanten zum Trinken kommen bei zum Teil wunderschönen Sonnenaufgang und -untergangsstimmungen. Vom Letaba aus machen wir einen Ausflug zum Olifant-Camp, das wunderschön auf einem Hügel liegt mit wunderbarer Aussicht auf den Olifant-River. Am und im Fluss tummeln sich Elefanten, Rinos und Krokodile, wunderbar. Nach weiteren 2 Nächten im Letaba-Camp heisst es Abschied nehmen vom Krügerpark, der keine Wünsche offen liess. Am letzten Tag sehen wir auch noch einen Leoparden und eine Hyänen-Familie. Nach einer abenteuerlichen Fahrt im Dunkeln werden wir im Boehm's Zeederberg-Country-House erwartet, wo wir in wunderbar und luxuriös eingerichteten Landhäusern nächtigen und eine gute südafrikanische Küche geniessen. Wir machen von dort Ausflüge in den Blyde River Canyon, einer südafrikanischen Touristenattraktion, die für uns Schweizer allerdings etwas enttäuschend ist, da wir solche Schluchten von der Schweiz her gewöhnt sind. Sehr empfehlenswert ist hingegen ein Ausflug in das Rehabilitation Centre von Moholoholo, wo kranke, verletzte oder ausgesetzte Tiere gepflegt werden und die Touristen viele Informationen über die Tiere erhalten und mit diesen auch in Kontakt kommen. Nun geht alles sehr schnell. Die Fahrt nach Pretoria wird verbunden mit dem Ausflug in den Blyde River Canyon, so dass wir schliesslich über 7 Stunden im Auto sitzen. Wir kommen erst in der Nacht in Ted's Place an, einem guten B&B. Am nächsten Morgen werden wir dort von Sonnyboy mit einem Bus abgeholt. Er führt uns den ganzen Tag über in Johannesburg herum und zeigt uns die wichtigsten Plätze und Gebäude. Ein wichtiges Thema bildet die Ablösung des Apharteid-Regimes im Jahre 1994. Verbunden damit sehen wir die Wohnhäuser von Mandela und Tutu und die wichtigsten Plätze des Widerstandes in Sowetho. Ein Höhepunkt zum Schluss bildet der Besuch des Apartheid-Museums, wobei wir leider nur etwas mehr als eine Stunde Zeit haben, was bei weitem nicht ausreichend ist. Am Abend erwartet uns der Rückflug nach Frankfurt. Traurig und müde müssen wir Abschied nehmen von diesem wunderbaren Land. Von der 6-jährigen bis zu uns Erwachsenen waren wir uns einig, dass wir einen speziellen und tollen Urlaub verbracht haben, den wir nie vergessen werden. Dank an das Venter-Team für die hervorragende Organisation. Mit vielen lieben Grüssen
Nathalie und Martin Lutz mit Familie
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