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Afrika Reise Blog - Urlaub mit Venter Tours

Auf Schatzsuche in der Perle Afrikas - 11/2015


Ich bin zwar nicht der britische Premierminister, aber ich kann dem alten Winston Churchill in dieser Sache nun wirklich nicht widersprechen. 

Er hat Uganda einmal als „Perle Afrikas“ bezeichnet, und nach meiner Reise im November 2015 dorthin kann ich nur sagen: der Mann hatte recht!

Die Anreise mit Ethiopian Airlines ist sehr komfortabel und endet in Entebbe, wo sich der internationale Airport Ugandas befindet. Schon im Anflug sieht man eines der großen Naturwunder Ugandas, den Victoria-See, den sich das Land mit Kenia und Tansania teilt. Es ist der drittgrößte See der Erde. In Entebbe sollte man unbedingt den botanischen Garten besuchen. Nicht nur wegen seiner Raritäten – hier wurde auch Filmgeschichte geschrieben. Oder wussten Sie, dass hier in den 1930er Jahren Außenaufnahmen der berühmten Tarzan-Filme mit Johnny Weissmüller gedreht worden sind?

Auf Ngamba Island – einer Insel im Victoria-See (45 min Bootsfahrt) - befindet sich eine Auffangstation für Schimpansen. Nach Ngamba Island kommen Schimpansen, die verwaist oder verletzt sind, oder bei illegalen Handelstransaktionen beschlagnahmt wurden. Das Refugium wurde 1998 gegründet, Schirmherrin ist die berühmte Schimpansenforscherin Jane Goodall. Ein Besuch lohnt sich sehr, die Begegnung mit den Affen, die immerhin fast 99 Prozent unserer Gene teilen, ist sehr beeindruckend.

Freilebende Artgenossen erlebt man im Kibale Forest National Park. Auf dem mit dem Auto zurückgelegten Weg dorthin hatte ich die Gelegenheit, auf den zahlreichen Märkten regionales Essen zu probieren. Neben Papayas, Mangos und unzähligen delikaten Bananen verkostete ich auch gebratenes Fleisch und geröstete Grashüpfer – eine Köstlichkeit. Was die ressourcenschonende Produktion tierischen Eiweißes betrifft, kann ihnen nichts das Wasser reichen. Und sie schmecken! Nach einer erholsamen Nacht in der Crater Safari Lodge, die, wie der Name schon sagt, am Rande eines – erloschenen! – Vulkans liegt, ging es am kommenden Tag auf Schimpansen-Trekking. Hierbei kann man mit den Primaten eine Stunde lang durch ihren Lebensraum streifen und ihren Alltag miterleben – eine faszinierende Erfahrung. Die Schimpansen sind zwar „wild“, aber an Menschen gewöhnt, so dass man ihnen so nahe kommt wie sonst nur sehr selten. Dennoch zeigen sie ihr natürliches Verhalten. Und das ist unbeschreiblich nahegehend.

Im Anschluss ging es in den Queen-Elizabeth-Nationalpark. Er ist durch seine Lage am Fuße des Ruwenzori-Gebirges und am Edwardsee und Georgsee geprägt. Hier wird Uganda wieder seiner Perlen-Qualität gerecht: Insbesondere Ornithologen werden diesen Platz nie in ihrem Leben vergessen, denn im Park leben nicht weniger als 600 verschiedene Vogelarten. Zum Vergleich: In ganz Deutschland brüten 280 Vogelarten regelmäßig. Doch es gibt in diesem „königlichen“ Nationalpark noch mehr zu entdecken. Zum Beispiel – nomen est omen – den König der Tiere in seiner kletterfreudigsten Form. Kennt man Löwen doch meist am Boden, kann man sie im südlichen Teil des Parks in den Kronen großer Feigenbäume dösend beobachten (die Baumlöwen sind auch bekannt als die: The tree climbing lions of Ishasha). Leoparden, Hyänen, Büffel und verschiedene Antilopenarten vervollständigen das Bild dieses so vielgestaltigen Schutzgebietes. Nach einer fantastischen Bootstour auf dem Lake Edward kehrte ich voller Eindrücke und reichlich erschöpft in die komfortable Mweya Safari Lodge zurück. Bei so viel Abenteuer ist sie eine Wohltat, um wieder Kraft zu schöpfen für neue Erlebnisse.

Und die gab es am kommenden Tag zu erleben. Das Ziel war der Bwindi-Nationalpark. Er ist Heimat einer von insgesamt zwei noch existierenden Populationen von Berggorillas weltweit. Eine Begegnung mit diesen majestätischen Geschöpfen vergisst man sein Lebtag nicht. Es gibt einige Berggorilla-Familien, die man innerhalb des Bwindi Impenetrable National Parks besuchen kann. In Buhoma, eines der feuchtesten Gebiete in Bwindi, wohnen drei der Gorilla Familien, von denen ich eine, und zwar die Habinyanja Familie besucht habe. Es sind nur 8 Personen in einer Trekking-Gruppe erlaubt und der Besuch der Gorillas ist auf eine Stunde beschränkt.

Es ging anschließend zurück nach Entebbe für eine weitere Nacht. Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg zum Flughafen für meinen Flug nach Kigali, der Hauptstadt von Ruanda - das „Land der tausend Hügel“. Der Flug mit RwandAir überraschte mit hohem Komfort und top moderner Ausstattung. Von der Hauptstadt Kigali aus flog ich gleich weiter nach Kamembe am Lake Kivu und per Transfer ging es in die Nyungwe-Forest-Lodge, eine fantastische 5-Sterne-Destination am Rande des Nyungwe Forest National Park, inmitten von wunderschönen Teeplantagen und saftigen Wäldern. Aktivitäten, die von hier aus unternommen werden können sind: Trekking von Schimpansen, schwarzen und weißen Colobus Affen, Grauwangenmangaben, Blauaffen  and Goldmeerkatzen…
Überdies ist auch dieser Park ein einzigartiges Vogelparadies und lohnt einen Besuch.

In der Hauptstadt Kigali sollte man das Genozid Museum besuchen. Die Gedenkstätte des Völkermordes von 1994 lässt niemanden unberührt zurück.

Wenn ihr mehr über die Perle Afrikas und das Land der tausend Hügel erfahren möchtet, sprecht mich gern direkt an. Ich konnte hier nur einen Bruchteil dessen erzählen, was es zu erzählen gäbe …

Caspar Venter

Ich möchte unserem sehr guten Partner in Uganda, Tony und seinem gesamten Team dafür danken, dass sie mich und den Rest der Gruppe so gut betreut haben.

Wir wissen, dass unsere Kunden auf ihrer Reise durch Uganda und Ruanda in besten Händen sind!

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