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Botswana feiert 50 Jahre Unabhängigkeit


Botswana ist seit 50 Jahren unabhängig und blickt nun auf eine wahre Erfolgsgeschichte zurück.
Seit der Unabhängigkeitserklärung – die Botswana übrigens ohne einen Bürgerkrieg erlangt hat – gilt das Land, neben Mauritius, als die friedlichste Nation auf dem afrikanischen Kontinent. 

Es gibt kaum Korruption und die Wirtschaft ist stabil.

Wenn man sich die Geschichte Botswanas einmal genauer anschaut, ist diese Entwicklung umso erstaunlicher.

Botswana war schon zu prähistorischer Zeit von Nomadenvölkern – den San und Khoikhoi -  besiedelt, was steinzeitliche Funde belegen. Für größere Besiedlungen waren die klimatischen Verhältnisse zu ungünstig und die Wasseraufkommen zu gering.
Erst im 18. und 19. Jahrhundert  bevölkerten größere Zahlen von Siedlern das Gebiet, als im südlichen Afrika die kriegerischen Auseinandersetzungen zunahmen und viele Buren aus der Kapregion in den Norden vordrangen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Land für Forscher, Missionare und Abenteurer interessant und so kamen viele Europäer nach Botswana. Reisen nach Botswana waren schon damals sehr kostspielig, was den lukrativen Handel mit Elfenbein florieren ließ.
Einer der bekanntesten Forscher und Missionare, die nach Botswana kamen, war der Brite David Livingstone. Dieser gründete die erste Missionarsstation - und schule und unternahm von hier viele Forschungsreisen. In dieser Zeit begann auch die Kolonialisierung und Großbritannien erklärte das Gebiet am 30. September 1885 zum britischen Prektorat Betchuanaland. 80 Jahre später ist daraus die Nation Botswana hervorgegangen.

David Livingstone
David Livingstone am Lake Ngami, Botswana

Großbritannien verwaltete Betchuanaland 70 Jahre, doch in den 1960er Jahren begann England die Unabhängigkeit des Landes zu fördern. Zunächst bekam Betchuanaland eine Verfassung und es wurde die erste politische Organisation gegründet – die Betchuanaland People´s Party (BPP), von der sich später die Botswana-Independence-Partei (BIP) abspaltete. Beide Parteien traten radikal für die sofortige Unabhängigkeit, die Nationalisierung des Landes und der Entfernung von Weißen aus dem öffentlichen Dienst ein.

Seretse Khama – der spätere Präsident Botswanas – erkannte die Gefahr, die von diesen beiden Parteien ausging und gründete mit fünf Gleichgesinnten die Botswana Democratic Party (BDP).
Mit seiner Partei trat er für den friedlichen Übergang in die Unabhängigkeit ein und gewann mit seinen demokratischen Zielen immer mehr Anhänger.

Schon lange bevor Seretse Khama die politische Bühne betrat, hatte er weltweite Berühmtheit durch seine Heirat mit der weißen Ruth Williams erlangt. Diese hatte er 1947 in London kennengelernt und ein Jahr später geheiratet. Mit dieser Heirat spaltete er die damals rassistische Welt, was zur Folge hatte, dass er seine Königswürde aufgeben musste und 1951 aus Betchuanaland verbannt wurde. Erst im Jahr 1956 durfte er mit seiner Frau und seinen Kindern zurückkehren.

Statue von Seretse Khama in Gaborone

1963 ermöglichte die britische Regierung mit einer Summe von 10 Millionen Pfund, den Übergang in die Unabhängigkeit und zwei Jahre später gab es die ersten demokratischen Wahlen. Mit absoluter Mehrheit gewann die BDP und Seretse Khama wurde der erste Premierminister. Nun konnte sich das Protektorat selbst regieren bis am 30. September 1966 die Unabhängigkeit erklärt und die Republik Botswana ausgerufen wurde.

Seretse Khama erbte als erster Präsident  ein armes Land - noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts  zählte es zu den ärmsten Ländern Afrikas – kaum zu glauben, dass es im Jahr 1966 gerade einmal 8 km asphaltierte Straßen gab. Von den 550000 Menschen, die hier lebten, waren die meisten Analphabeten. Eine verheerende Dürre machte dem neuen Staat zu schaffen.

Kurz darauf wurden jedoch die ersten Diamanten entdeckt und das auch sonst an Bodenschätzen reiche Land erlebte einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.
Sechs Jahre nach seiner Unabhängigkeitserklärung war Botswana auch finanziell unabhängig.
1976 führte das Land eine eigene Währung ein, den Pula.

Heute hat Botswana gut zwei Millionen Einwohner und liegt dem globalen Friedensindex (GPI) zufolge 19 Plätze vor der ehemaligen Kolonialmacht. Selbst auf dem Entwicklungsindex der UN liegt das Land noch vor den Wirtschaftmächten Afrikas, Südafrika und Nigeria. Dabei ist der Bergbau immer noch der wichtigste Wirtschaftsfaktor.

Botswanas Parlament
Universität von Botswana

Aber auch der Tourismus schafft viele Arbeitsplätze und trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg Botswanas bei. Jährlich besuchen tausende Safari-Urlauber die Attraktionen wie das Okavango Delta, den Chobe Nationalpark und auch die Halbwüste Kalahari.

Zwar hatte Botswana zwischenzeitlich auch mit Krisen zu kämpfen und sicherlich gibt es vieles zu verbessern – aber das gibt es ja immer und überall.

Aber Vieles hat Botswana geschafft – es ist unabhängig, es herrscht Frieden und es regiert demokratisch…

Safari in Botswana - ein unvergessliches Erlebnis

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