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Das Lebende Museum der Damara


Wer sich mit dem Gedanken trägt, Namibia zu bereisen, für den stehen in erster Linie die landschaftliche Schönheit des Landes und seine einzigartige Tierwelt im Fokus.

Weit weniger bekannt hingegen ist das Volk der Damara. Dabei gelten sie als die eigentlichen  Ureinwohner Namibias und gehören neben den San zu den ältesten Besiedlern des südlichen Afrikas. Noch heute gibt jedoch der Ursprung der Damara Rätsel auf. Ähneln sie doch äußerlich den Bantu-Sprachgruppen, die im 16. Jahrhundert aus Zentralafrika nach Namibia einwanderten, so sprechen sie doch die Klicksprache der Völker, die aus dem Süden einwanderten.

Ihre Jahrhunderte alte Kultur war eine Mischung aus der Kultur der Jäger und Sammler und der Viehzucht von Rindern, Schafen und Ziegen. Die Damara beherrschten schon sehr früh die Schmiedekunst und stellten viele Dinge aus Metall her.

Einst bevölkerten sie ganz Namibia, zogen sich jedoch mit Migration von den Herero und der Nama in immer weiter in entlegene Gebiete zurück. Zwischen den drei Volksgruppen gab es seit jeher Auseinandersetzungen und die Damara wurden von den Hereo  und den Nama unterdrückt und zum Teil auch versklavt. In den entlegenen Bergregionen fanden die Damara letztlich Zuflucht.

Heute stellt das Volk der Damara mit etwa 130.000 Menschen 8% der Gesamtbevölkerung Namibias dar – ihre Kultur jedoch ist fast völlig in Vergessenheit geraten.

Eine großartige Gelegenheit, mehr über die Kultur der Damara zu erfahren, bietet sich bei einer Rundreise durch Namibia, deren Route über Twyfelfontain führt.

Hier befindet sich das Lebende Museum der Damara – das erste traditionelle  Damara-Projekt und das  einzige seiner Art. Mit diesem Projekt wurde der Versuch unternommen, die verlorene Kultur der Damara zu rekonstruieren und Besuchern näherzubringen. Gleichzeitig schafft das Projekt in dieser ländlichen Gegend Namibias eine wichtige Einnahmequelle.

Hier erfahren Besucher, wie die Damara vor Jahrhunderten lebten und erleben die traditionelle Kultur in einer Siedlung, wie sie einst bestand, bevor der europäische koloniale Einfluss sie veränderte. Die im Museum angestellten Darsteller, präsentieren den Besuchern auf vielfältige Weise die ursprüngliche Kultur und tragen dabei traditionelle, für das Museum rekonstruierte Kleidung.

Die Gäste erleben, wie früher Waffen und Handwerkszeug geschmiedet, Leder gegerbt, traditionelle Kleidung und Schmuck hergestellt wurden und lassen sich mit traditionellen Damaratänzen, Gesängen und Spielen in die damalige Zeit entführen. Wer möchte kann auch an einer Buschwanderung teilnehmen und erhält einen Einblick, wie die Frauen Pflanzen für Medizin und Nahrung sammelten und wie die Männer früher Fallen bauten und jagten.

Auch wir haben das lebende Museum auf unserer Familienreise durch Namibia im Jahr 2013 schon besucht und müssen sagen, dass ein Besuch des Lebenden Museums der Damara ein Erlebnis für die ganze Familie ist. Auch unsere Kinder waren begeistert und hatten mit den Darstellern viel Spaß (siehe Fotos).

Übrigens ist ein Besuch des Museums auch Bestandteil unserer Kleingruppenreisen „Naua Naua“, „DikDik“ und "Bwabwata" – denn Namibia bietet nicht nur grandiose Landschaften und eine unglaubliche Tierwelt, sondern auch eine interessante (Damara-) Kultur.

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