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Der Bishop Kameeta Kindergarten in Katutura, Windhoek


Wie auch in anderen Großstädten Namibias und Südafrikas entstand die Township Katutura zur Zeit der Apartheid in den 1950er Jahren und gehört noch heute zur ärmsten Gegend Windhoeks.

Vor allem Kinder haben hier, ohne eine entsprechende Fürsorge und Förderung, kaum eine Chance für eine positive und zukunftsorientierte Entwicklung. Frau Anna Fredericks erkannte, dass dies bereits mit der vorschulischen Betreuung beginnt.

Und so begann sie aus einer selbstlosen Idee heraus, sich zunächst um die Kinder in der unmittelbaren Umgebung ihres eigenen Wohnhauses zu kümmern. Dabei konzentrierte sie sich besonders auf stark benachteiligte Kinder, wie Waisen, HIV-infizierte Kinder oder Straßenkinder,  die von ihren Eltern aus finanziellen Gründen keinerlei Unterstützung bekamen. In Anna Fredericks Zuhause erhielten sie ab sofort Essen, einen Platz zum Schlafen,Schlafen, Spielen und Lernen und vor allem Fürsorge. Anna Fredericks benannte ihr Projekt nach Bishop Dr. Z. Kameeta, der eine wichtige Rolle in der namibischen Kirche spielt und 2001 zum Bischoff der Evangelisch-Lutherischen Kirche Namibias gewählt wurde. Der Bishop Kameeta Kindergarten war geboren

Heute betreut Anna Fredericks und ihr Team von drei unermüdlichen Lehrern insgesamt 61 Kinder im Alter von 3 Monaten bis 6 Jahren, 18 davon noch immer in ihrem eigenen Privathaus. Jedes Kind erhält ein Frühstück, Mittag- und Abendessen und darüber hinaus wertvolle Betreuung an jedem Tag der Woche. Bishop Dr. Z. Kameeta und Anna Fredericks verbindet eine Vision: Materielle Unterstützung für ärmste Familien und Kinder ist völlig unzureichend, wenn nicht auch die emotionale und psychologische Unterstützung gewährleistet ist. Und so können die Kinder hier unter Beaufsichtigung spielen und erhalten vorschulische Ausbildung – eben genau so, wie es für unsere Kinder hier in Deutschland völlig normal ist.

Ziel der Kindertagesstätte ist, jedem Kind, egal ob Waise, verstoßen oder HIV-infiziert, die psychischen, emotionalen und sozialen Bedürfnisse zu erfüllen und ihm so den Grundstein für eine positive und bedeutsame Entwicklung im Leben zu geben. In Anna Fredericks eigenen Worten ist ihre Mission an sich sehr einfach: Jedes Kind für eine glückliche und hellere Zukunft stärken.

Finanziert wird das Projekt durch die Kirche, freiwillige Spenden und zu einem verschwindend geringen Teil durch Beiträge einzelner Eltern. Die wertvolle Arbeit der insgesamt 4 Betreuer unterstützen wir natürlich auch sehr gerne und möchten auch den Gästen unserer Kleingruppenreisen "Dikdik", "Naua Naua" und "Bwabwata" dieses wunderbare Projekt ans Herz legen. Gemeinsam mit unserem Partner Sense of Africa, einem der Hauptunterstützer der Einrichtung, besuchen wir daher bei jeder dieser Reisen den Bishop Kameeta Kindergarten, damit auch Sie sich ein umfassendes Bild davon machen können.

Durch die Unterstützung von vielen Unternehmen aus der Reisebranche und natürlich zahlreichen Reisenden konnte in den letzten 6 Jahren vieles erreicht werden: So wurde z.B. ein zweiter Klassenraum gebaut und beide Klassenzimmer mit Elektrizität ausgestattet, ein neuer Schlafraum für die Jungen errichtet, ausreichend Matratzen, Decken und anderes Bettzeug angeschafft, nötige Reparaturen und Renovierungsarbeiten durchgeführt und vieles mehr.

Die aber wohl schönste Errungenschaft ist diese: Einige Kinder haben bereits ihre Schule abgeschlossen und eine Arbeitsstelle gefunden. Eine von ihnen, selbst als Waise bei Anna Fredericks aufgewachsen, engagiert sich nun voll und ganz als Lehrer den Kindern im Bishop Kameeta Kindergarten. Wir finden, eine bessere Bestätigung für ein gelungenes Hilfsprojekt gibt es nicht!

Viele unserer Gäste fragen uns, ob man denn irgendetwas mitbringen dürfe für die Kinder. Und da sagen wir natürlich: Ja, unbedingt dürfen Sie! Kleine Dinge wie ein Mal- oder Schreibblock, Buntstifte oder Spiele zaubern den Kindern schon ein Strahlen ins Gesicht – gibt es eine schönere Art, eine Afrika-Reise zu beginnen?

Kommentare (2)

  1. Heino Weinberg am 21.04.2017
    Hallo,
    wir haben genau heute vor einem Jahr Anna in Katutura besucht und waren alle davon begeister, mit welchmmem Engagement und unter welchnen Bedingungen sie sich um die Kinder kümmert. Jetzt haben wir erfahren, dass sie an Krebs erkrankt sein soll. Ich würde gern Geld spenden. Können sie mir sagen wie das geht, ohne gleich 50$ für eine Überweisung an die Bank zu zahlen?
    für eine Antwort wäre ich dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Heino Weinberg
    1. Venter Tours am 24.04.2017
      Hallo Heino,

      gern sind wir dir in dieser Angelegenheit behilflich und es wäre schön, wenn du uns diesbezüglich telefonisch kontaktieren würdest. Sicher finden wir dann eine Lösung.

      Herzliche Grüße
      Dein Venter Tours-Team
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