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Der David Sheldrick Wildlife Trust wird 40!


Wer einmal in Afrika war und mit dem Zauber der afrikanischen Wildnis in Berührung kam, wird ihn nie vergessen, den Anblick, wenn eine Elefantenherde gemächlich durch die Landschaft streift.

Eine Herde mit kleinen Elefantenjungen, die an der Seite ihrer Mütter versuchen, Schritt zu halten und riesigen  Elefantenbullen, die nur allzu bereit sind, ihre Herde zu verteidigen. Es ist ein zu schönes Bild, das uns leider viel zu leicht vergessen lässt, wie es wirklich um die Elefanten Afrikas steht.

Die Realität ist nämlich, dass jedes Jahr etwa 40.000 Elefanten getötet werden, um deren Stoßzähne für Tausende von Euro auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Und so gibt es inzwischen in Afrika nur noch 500.000 Elefanten – 1979 zählte man noch 1.3 Millionen! Und die Zahl sinkt weiter, denn es werden derzeit mehr Elefanten getötet als neu geboren. Mit dieser Tendenz sind diese wunderbaren Tiere in den nächsten Jahrzehnten vom Aussterben bedroht.

Es gibt viele Projekte zum Schutz der Elefanten in Afrika - von einem „jüngeren“ Projekt von der Initiative „Elephant Ignite“ haben wir euch schon berichtet – die erfolgreichste Organisation ist jedoch der David Sheldrick Wildlife Trust, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Die Geschichte des David Sheldrick Wildlife Trust beginnt mit David Sheldrick, der sich als Gründer des Tsavo Nationalparks in Kenia einen Namen gemacht hat. Über dreißig Jahre arbeitete und lebte er mit seiner Frau Daphne in Tsavo und gilt als einer der Pioniere im Natur- und Wildschutz in Afrika.

Das Paar baute gemeinsam den Park auf und kümmerte sich intensiv um verwaiste und verletzte Tiere, die sie später wieder auswilderten. Er war auch der Erste, der begann, verwaiste Elefanten zu retten und großzuziehen.
Nach seinem plötzlichen Tod im Jahr 1977 gründete seine Frau ihm zum Gedenken den David Sheldrick Wildlife Trust und führte die Rettung und Aufzucht von Elefantenwaisen fort.

Heute befindet sich das Elefantenwaisenhaus am Stadtrand von Nairobi und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Auch unsere Mitarbeiterin Susanne hat ihr Herz schon hier verloren und ist nun Patentante eines kleinen Elefantenmädchens (ihren Reisebericht findet ihr hier).

Unsere Mitarbeiterin Susanne im Elefantenwaisenhaus
... und ihr Patenkind

Zu rührend sind die Schicksale dieser Kleinen, die meist ihre Mütter an Wilderer verloren haben und durch deren Tod und ohne ihre Herde jämmerlich zugrunde gehen würden. Die einzige Überlebenschance haben sie hier im Waisenhaus, wo sie von mehreren Pflegern rund um die Uhr betreut werden. Diese versuchen die traumatisierten und zum Teil schwer verletzten Tiere so gut es geht wieder aufzupäppeln bis sie von der Milchflasche entwöhnt und mit etwa zwei Jahren in die Auswilderungsstation im Tsavo Nationalpark umziehen. Von hier nähern sie sich Stück für Stück wieder einem Leben in freier Wildbahn.

Eines der Elfanten-Waisenkinder
Fütterung mit der Flasche

Wer von euch also in Kenia unterwegs ist und auf dessen Route Nairobi liegt sollte dem David Sheldrick Wildlife Trust unbedingt einen Besuch abstatten. Nach dem Einlass um 11.00 werden Besucher zu einem kleinen Aussichtsbereich an einem Wasserloch begleitet. Kurz danach tauchen die etwa ein Dutzend Pfleger mit ihren Schützlingen auf, die anschließend mit der Flasche gefüttert werden. Mit vollem Magen ist dann erst einmal Spielen angesagt – wie kleine Kinder toben sie durch das Schlammloch und genießen jede Minute.

Und für einen Moment ist auch für uns vergessen, wie es um Afrikas Elefanten heute steht…

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