Giraffe

Expertenreise Namibia 2018 – Es war großartig!

Expertenreise Namibia 2018

Nach einem langen und erstaunlich heißen Sommer noch einmal dem nahenden Winter entfliehen, das wäre doch mal was. Sozusagen Sommer 2.0. Da bin ich gerne dabei! Und wo kann man das am besten? Na klar, in Namibia.

Denn wer denkt, man hat schon alles erlebt, wenn man einmal dort war, irrt gewaltig. Vor allem wenn man wie ich diesmal mit 9 Reisespezialisten unterwegs ist, denn dieses Jahr ging unsere Venter Tours Expertenreise für Reisebüros nach Namibia!

Nach unserem Flug mit Air Namibia trafen wir in Windhoek unseren örtlichen Reiseleiter Frank. Super Typ, Wahnsinnswissen – und gerne abseits der typischen Touristenpfade unterwegs, was er uns direkt im Sossusvlei bewies.

Zuerst empfahl er uns, statt in der Lodge zu frühstücken lieber ein Frühstückspaket mitzunehmen. So würden wir das Sossusvlei zwar auch nicht im Sonnenaufgang erleben – das schafft man aufgrund der Öffnungszeiten des Parks tatsächlich nur, wenn man entweder direkt in der NWR Sossus Dune Lodge oder der Wilderness Kulala Desert Lodge/Little Kulala übernachtet – wären aber dennoch frühzeitiger in den Dünen und das möglichst vor den anderen Touristen. Gesagt – getan und absolut zu empfehlen, denn sind wir mal ehrlich, wer braucht morgens um 6 Uhr ein Frühstück mit Omelett & Co?

Ausblick von der Sossusvlei Lodge

Wir fuhren mit unserem Toyota Landcruiser am Dead Vlei vorbei in Richtung Sossusvlei. Nachdem ein weiteres Auto vor uns fuhr, witzelten wir schon „Na, so ein Geheimtipp ist es wohl doch nicht, was?!“ – aber da kannten wir Frank noch nicht. Denn als das andere Fahrzeug zum Sossusvlei abbog, fuhren wir ein Stück weiter. Unser Ziel waren die Dünen in der Nähe des Naras Vlei. Und hier stapften wir tatsächlich allein durch das Sandmeer. Vor uns waren nur diverse Tiere hier entlang gegangen, was uns Frank anhand der verschiedenen Spuren erläuterte. Ein Traum! Obwohl es, für einen Sonntag jedenfalls, noch immer echt früh war, begann die Sonne langsam vom Himmel zu brennen und wir dachten: „Zeit für’s Frühstück.“

Ein paar von uns wollten direkt den vermeidlich schnellsten Weg einschlagen, was Frank zum Glück verhindern konnte, denn sie wären gnadenlos in die falsche Richtung gelaufen... sieht halt auch jede Düne irgendwie gleich aus für uns Laien… „Und wenn wir gleich oben auf dieser Düne sind“, erläuterte Frank „müsst ihr ganz still sein, dann sehen wir vielleicht noch die Oryx, die hier vorhin entlanggelaufen sind.“ – Ein Mann und neun Frauen schauen sich an. Ist ein Witz oder? Aber wir sind ja Profis, natürlich haben wir es geschafft!

Die Dünen des Sossusvlei
Oryx-Antilopen im Sossusvlei

Nächster Stopp Swakopmund, Temperaturschock inklusive. Aber egal, wir sind schlimmeres gewöhnt und hart im Nehmen. Also nochmal raus in die Dünen oder rauf auf’s Meer. Während der eine Teil unserer Gruppe mit Chris von Living Desert Adventures die kleinsten Lebewesen in der Wüste aufspürten, schloss ich mich dem gemütlicheren Teil an und schipperte im Catamaran von Walvis Bay die Bucht entlang. Normalerweise mag ich ja keine „Ausflugsdampfer“, aber das hier war wirklich schön.

Nicht nur wegen des unterhaltsamen Skippers, der allerlei Anekdoten zum Besten gab, der riesigen Pelikane, die über das Deck watschelten oder auf der Reling balancierten, der Robbe, die mit ihren Kulleraugen den Kapitän bestach und auf einmal neben mir an Bord saß, der Delfine, die am Boot entlang schwammen oder der lärmenden Robbenkolonie, nein, auch wegen des guten Champagners und der leckeren Meeresfrüchte, die am Ende gereicht wurden, da bin ich ganz ehrlich.

Susanne in der Hohenstein Lodge

Nach leider nur einer Übernachtung in meiner geliebten Hohenstein Lodge – Wahnsinnsblick, gemütliche Zimmer mit Liebe zum Detail, super nettes Personal, aber wir waren ja leider zum Arbeiten hier und nicht zum Vergnügen (klingt nicht so, ich weiß…) – fuhren wir zum Etosha Nationalpark. Zu Beginn unserer Reise hatten wir bereits erfahren, dass die Lodges am Rande des Parks gegen Buschfeuer kämpften, entsprechend gespannt waren wir, was uns wohl erwarten würde. Namibia verfügt nicht über ein solches Feuerwehrnetz wie Deutschland. Die nächste Stadt mit Feuerwehr ist Outjo, keine große Hilfe im Notfall. Deswegen verfügen einige Lodges über eigene Löschfahrzeuge und helfen sich gegenseitig. Mit Erfolg wie wir erfreut feststellten, denn bei unserer Ankunft sahen wir nichts. So stand unserer Safari am nächsten Tag nichts mehr Weg. Die meisten  Teilnehmer der Schulungsreise waren zuvor noch nie in Namibia und dies war sicher einer der Höhepunkte. Und als hätte der liebe Gott sämtliche Wünsche erhört durften wir so vieles sehen. Auch hier bewies Frank wieder einmal ein ausgezeichnetes Näschen, denn er fuhr nicht wie die meisten Fahrzeuge die Wasserlöcher Richtung Halali ab, sondern brachte uns in nördlicher Richtung bis in Sichtweite der Salzpfanne weg vom alltäglichen Touristenstrom. Oryx, Kudus, Springböcke, Gnus, Giraffen, Zebras, Elefanten und auch Löwen kreuzten unseren Weg. Ich freute mich besonders über ein Nashorn, das durch den Busch streifte und werde direkt wieder wütend und traurig bei dem Gedanken, dass diese wunderbaren Tiere wegen irgendeines verrückten Aberglaubens gewildert werden. Mit vielen Fotos und unvergesslichen Erinnerungen, besonders auch an die leuchtenden Augen einiger Teilnehmer, kehrten wir am Nachmittag zur Lodge zurück.

Zebras im Etosha Nationalpark
Giraffen im Etosha Nationalpark
Oryx-Antilopen im Etosha Nationalpark

Leider war er dann schon da, der letzte Abend unserer Reise gefolgt vom letzten Tag. Ein kleines Highlight erwartete uns noch, denn wir legten auf dem Weg zum Flughafen noch einen Zwischenstopp im Okonjima Naturreservat ein, nicht nur Sitz von traumhaften und luxuriösen Lodges, sondern vor allem Heimat der AfriCat Foundation. Ursprünglich entstanden aus den Überlegungen einiger Farmer, wie man das Vieh vor den Leoparden- und Geparden-Angriffen schützen könnte, ist die AfriCat Foundation seit 1993 eine non-profit Organisation mit dem Ziel, den Konflikt zwischen Mensch und Raubtier durch Bildung zu lösen. Das durch langjährige Forschungen erlangte Wissen wird heute sogar an Schulklassen weitergegeben, denn, so das Motto von AfriCat, es ist die nächste Generation, die bereits mit dem richtigen Bewusstsein die Balance zwischen Natur und Mensch bewahren muss. Die Mitarbeiter auf Okonjima sind mit Herzblut bei der Sache, das spürt man sofort, wenn man ihnen zuhört. Auf den Lodges wird ausgezeichneter Service geboten, luxuriöse Zimmer mit atemberaubendem Ausblick warten hier auf den Gast. Für die Abenteurer gibt es auch einen Campingplatz, näher an der Natur kann man wirklich kaum sein. Als krönenden Abschluss unserer Reise durften wir noch einmal kurz in eines der Geparden-Gehege und hatten auch hier wieder Glück. In der Mittagshitze schliefen die Tiere entspannt im Schatten einiger Büsche.

In der Africat Foundation

Es war wieder einmal sehr schön, aber leider wartete in Windhoek bereits unser Flieger, der uns nach Frankfurt in den viel zu kalten November zurückbrachte. Aber keine Sorge, wir kommen alle wieder…

Reiseteilnehmer Expertenreise

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