Giraffe

Afrika Reise Blog - Urlaub mit Venter Tours

Kleine Wunder am Wegesrand...


Was kann es Schöneres geben, als im dunklen, nassen, kalten Dezember Deutschland zu verlassen – die Sonne Südafrikas vor Augen? Ich kann diese Art von Lichttherapie im Wortsinn wärmstens empfehlen.

Nach zehn Stunden Nachtflug nach Johannesburg und einem Weiterflug nach Durban in der Provinz KwaZulu Natal steigt man aus dem Flieger und ist im südafrikanischen Sommer angekommen. Einfach magisch. Statt daheim Schnee zu schippen, steht man wenig später am Indischen Ozean und lässt sich die Füße von den Wellen benetzen.

Das erste Ziel der Reise war der weiter nord-östlich gelegene iSimangaliso Wetland Park. Dieser wurde wegen seiner Einzigartigkeit im Jahr 1999 zum UNESCO-WELTNATURERBE ernannt. Inmitten des Parks befindet sich der St. Lucia See. Besonders beliebt ist der See bei Flusspferden, Krokodilen und diversen Vogelarten. Übernachtet haben wir in der kleinen Stadt St. Lucia, wo angeblich nachts die Flusspferde den Ort einnehmen.

Am Abend erkundeten wir den Strand von St. Lucia – ein einziger Traum aus feinem weißem Sand und dazu kilometerlang. Hinzu kommt die malerische Brandung des Indischen Ozeans – von diesem paradiesischen Ort wollte ich gar nicht mehr weg.

Übernachtet haben wir in der kleinen und familiär geführten Umlilo Lodge, die gefühlt, mitten im Dschungel liegt. Vom Frühstück in der Lodge am nächsten Morgen werde ich wohl noch lange schwärmen. Gut gestärkt gingen wir dann auf eine erste Boots-Safari: Wir wollten Krokodile und Hippos sehen und wurden natürlich nicht enttäuscht. Auch die farbenprächtigen Flamingos und andere Vogelarten konnten wir bewundern.

Im Anschluss ging es weiter nördlich zum Tembe Elephant Park an der Grenze zu Mozambik. Der 300 km² große Nationalpark ist bekannt für seine grauen, großen Riesen. Hier verbrachte ich meine erste Nacht in einem Safarizelt – schick eingerichtet und gemütlich war´s – jedoch habe ich die Nacht kaum ein Auge zugetan: ein stundenlanges Gewitter zog über uns hinweg und dazu all diese unheimlichen Geräusche der Natur, die man als Mitteleuropäer so gar nicht kennt ...!

Auf der morgendlichen Pirschfahrt sahen wir dann die schöne Landschaft, viele verschiedene Wildtiere und exotische Vögel…nur irgendwie keine Elefanten – die spüren Gewitter nämlich schon auf kilometerlange Entfernung und haben sich somit auch erstmal zurückgezogen.

Weiter ging es dann zum ältesten Nationalpark Südafrikas, den Hluhluwe-Umfolozi-Nationalpark. Schon 1895 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt. Hier kann man die größten Nashorn-Populationen im südlichen Afrika bewundern und wir wurden auch nicht enttäuscht. Die Nacht verbrachten wir in der 4* Rhino Ridge Safari Lodge. Die einzige private Lodge im Nationalpark ist traumhaft auf einer Anhöhe gelegen und bietet weite Blicke in die Landschaft. Ich hatte das Glück in der Honeymoon-Suite mit einem eigenen kleinen Pool zu übernachten – was soll ich sagen, die Suite war riesig und wunderschön eingerichtet.

Die Pirschfahrt am nächsten Morgen brachte dann gleich einen Knaller mit sich: ein Breitmaulnashorn in voller Schönheit – und mit Horn. Aber auch die Giraffen, Zebras und Elefanten waren schön anzusehen.

Aber mal ganz abgesehen von den großen Tieren, war ich auch ganz begeistert von den kleinen ökologischen Helfern der Natur – die Mistkäfer (engl. Dung beetles). Diese drehen lustige Pillen aus den Hinterlassenschaften der Elefanten und Nashörner und nutzen sie als Kinderstube und Nahrungsvorrat für ihren Nachwuchs. Diese Käfer stehen unter Schutz und leisten einen nützlichen Beitrag zur Umwelt, denn sie pflegen und putzen ihre Umgebung. Vor Ort erzählte man mir, dass, wenn es die Mistkäfer nicht gäbe, die Serengeti innerhalb EINER Woche voll von Dung und Kot wäre – kaum zu glauben, oder?

Auf unserer Weiterfahrt zur nächsten Übernachtung gerieten wir dann auch noch im Nationalpark in einen Stau. Eigentlich ungewöhnlich, aber wenn sich ein Elefant in den Kopf gesetzt hat, die einzige Straße mit seiner breiten Anwesenheit zu beehren, tut man gut daran, zu warten bis seine Eminenz den Weg von selbst wieder geräumt hat.

Wir fuhren vorbei an den Battlefields, auf denen die Briten, die niederländisch-sprechenden Bauern und die Zulus (afrikanische Volksgruppe) zahlreiche und blutige Kämpfe in den letzten 200 Jahren ausfochten. Heute wird hier Landwirtschaft betrieben und kaum noch etwas erinnert daran, dass der Boden der Landschaft mit Blut getränkt ist. Unser Reiseleiter, er selbst ist ein Zulu, erzählte uns einige interessante Geschichten und so verging die lange Fahrt zum Nambiti Game Reservat recht schnell.

Das malariafreie „Big 5“ Game Reservat bei Ladysmith befindet sich auf einmaligem Farmland und hat landschaftlich viel Abwechslung zu bieten. Insgesamt befinden sich auf dem Reservat neun unterschiedliche Lodges, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Auf der abendlichen Pirschfahrt erfüllte sich dann auch endlich mein Wunsch, Großkatzen zu sehen –  und ich wurde nicht enttäuscht. Ich sah gleich eine ganze Löwenfamilie. Die Löweneltern lagen entspannt auf einem Hügel und sahen zu, wie ihre drei Jungen lehrreiche und wichtige Jagderfahrung sammelten. Nur überschätzten sich die drei etwas mit ihrer auserkorenen Beute – ein kleines Nashornjunges. Mama und Papa gleich daneben. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass die Mägen der Junglöwen bei dem Versuch leer blieben…

Ein traumhafter Sonnenaufgang und viele weitere (große) Tiere erwarteten uns am nächsten Morgen.

Unsere nächste Station waren der nördliche Teil der Drakensberge, Südafrika´s höchste Gebirgskette. Unsere Unterkunft, die Wietsieshoek Mountain Lodge, liegt am Fuße des Sentinel Gipfels und bietet einen traumhaften Ausblick auf die Rückseite des Amphitheaters. Der perfekte Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen. Auch ich zog die Wanderschuhe an und gemeinsam mit einem Wander-Guide machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Wasserfall in der Umgebung. Die Bergkulissen waren einfach beeindruckend und eines meiner absoluten Highlights dieser Reise.

Unsere letzte Station war die familiengeführte Three Tree Lodge in der Nähe des Spionkop Naturreservats. Das Konzept der Lodge ist überaus ökologisch und nachhaltig ausgerichtet und somit sehr beeindruckend. Hier werden beispielsweise eigene Kräuter und Gemüse angebaut, eigene Seifen und Bodylotions produziert und man achtet sehr auf den Energieverbrauch.

Von jedem Chalet richtet sich der Blick auf das Farmgelände sowie auf das danebengelegene Spionkop Naturreservat. Entspannt beobachtete ich von meiner Terrasse die Zebras und Nashörner.

Diese und weitere Tiere sah ich dann sogar aus unmittelbarer Nähe als ich am nächsten Morgen zu Fuß mit einem Ranger das Naturreservat erkundete. Das war schon ein aufregendes Gefühl, denn die Nashörner grasten nur geschätzte 100 Meter von uns entfernt…

Anschließend mussten wir uns leider schon wieder auf den Weg zum Flughafen machen. Jedoch nicht ohne uns vorher noch einige Unterkünfte sowie das Mandela Capture Site in Howick anzugucken. Das architektonisch schöne Denkmal zeigt das Gesicht von Nelson Mandela und wurde an der Stelle errichtet, an der Mandela damals gefasst wurde. Anschließend verbrachte er 27 Jahre in Gefangenschaft. Das Museum dokumentiert das beeindruckende Leben des Freiheitskämpfers und ehemaligen Präsidenten Südafrikas.

 

Wenn Ihr mehr über die kleinen und großen Wunder Südafrikas wissen möchtet, redet doch einfach mit mir. Ich könnte noch stundenlang weiter erzählen.

Eure Christin Schulz

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