Giraffe

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Löwen in der Wüste Namibias


Die Kunene-Region im Nordwesten Namibias gilt als eine der unwirtlichsten Regionen Afrikas – das trockene Flussbett des Hoanib River und karge Weiten prägen die Landschaft.

Und obwohl ein Überleben hier kaum möglich scheint, haben sich zahlreiche Tierarten diesem lebensfeindlichen Umfeld angepasst. Es gibt sie also auch hier – die Elefanten, Giraffen und Antilopen.

Ach ja, und die Wüstenlöwen. Die gibt es allerdings nur hier – nirgendwo sonst auf der Welt.
Aber es sind nur noch wenige – sehr wenige.

Vor zwanzig Jahren galt der Wüstenlöwe in dieser Region praktisch als ausgestorben, denn auf der Suche nach Nahrung kam er den ansässigen Farmern immer wieder zu nah und riss deren Vieh. Daraufhin griffen die Farmer zu drastischen Maßnahmen wie Gift, Schlingen und Munition und rotteten sie nahezu aus.

Und doch überlebte eine Handvoll Löwen – irgendwie.

Der Biologe Dr. Philip Stander entdeckte sie vor 20 Jahren und widmet sich seitdem dem Erhalt dieser einzigartigen Tiere, die aufgrund ihrer angepassten Lebensweise weltbekannt sind. 1998 gründete er das Desert Lion Conservation Project, seitdem ist der Bestand wieder auf 130 Tiere angewachsen – ein Umstand der Hoffnung macht.

Doch was macht den Wüstenlöwen so besonders, abgesehen von seiner Seltenheit?
Er ist auf eine einzigartige Weise an seine Umgebung angepasst. So jagt er zum Beispiel – anders als seine Artgenossen – am Tag. So lässt sich Beute einfach leichter aufspüren.
Und Konkurrenzkämpfe enden nie tödlich, als hätten die Löwen ein natürliches Gespür dafür, dass jedes überlebende Tier zum Erhalt ihrer Art beiträgt. 

Dr. Philip Stander möchte die Löwen um jeden Preis schützen und verfolgt ihre Wege deshalb mittels Satellitenhalsbändern und setzt sich für die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Farmern und für die Förderung von nachhaltigem Tourismus ein. Dabei ist ihm wichtig, die Einheimischen zu überzeugen, dass der Erhalt der Tiere auf lange Sicht auch ihnen nutzt. Denn die seltenen Wüstenlöwen sind ein wichtiger Tourismusmagnet, was wiederum willkommene Einkommensquellen ermöglicht. Das bedeutet aber auch eine enge Zusammenarbeit mit Tourismusanbietern.

So ist zum Beispiel das 2014 errichtete Hoanib Skeleton Coast Camp von Wilderness das erste Camp, das eng mit den ansässigen Communities zusammenarbeitet.  Hier findet sich ein perfektes Zusammenspiel von Tourismus und Erhalt der Natur. So erhalten die Dorfgemeinschaften zum Beispiel eine Gewinnbeteiligung und der größte Teil der Angestellten kommt direkt aus der Region.

Es geht also darum zu sensibilisieren und zu informieren…

Hierzu trägt auch der Dokumentarfilm „Vanishing Kings“ („Wüstenkönige – Könige der Namib“) bei.
Zwei Jahre haben die Naturfilmer Will und Lianne Steenkamp mit der Unterstützung von Philip Stander ein Rudel Löwen – fünf Junge, ihre beiden Mütter und die 17 Jahre alte Anführerin – begleitet und einen bildgewaltigen und ergreifenden Film über die außergewöhnlichsten Löwen Afrikas geschaffen.

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