Giraffe

Mit Hannah dem Fynbos auf der Spur – 04/2019

Hannah in Südafrika

Als Neuzugang des Venter Tours-Teams und zudem auch noch Afrika-Neuling stellte sich nicht die Frage, ob ich diesen wunderschönen Kontinent mal am eigenen Leib erleben möchte, sondern wann! Anfang April war es dann soweit! 

Ich begab mich mit Mann und Mietwagen auf die Spuren unserer Kleingruppenreise „Fynbos“ – in 14 Tagen von Kapstadt nach Port Elizabeth entlang der wunderschönen Garden Route. Begrüßt wurden wir in Kapstadt von einer enthusiastischen Sonne und herrlichen 22 Grad – perfektes Wetter, um Südafrikas Mutterstadt genauer zu erkunden. Vier Tage sollten wir Zeit haben, die Sehenswürdigkeiten in der City und in der Kapregion zu besuchen und das war der Beginn einer unglaublich schönen Reise. Zwar holten wir uns auf dem Tafelberg direkt einen Sonnenbrand, der Ausblick und die niedlichen „Dassies“, die am Kap und entlang der Garden Route immer wieder auftauchten und für entzückte Aufschreie sorgten, machten dies jedoch wieder wett!

Während eines Abstechers in das nahegelegene Stellenbosch überraschte uns die traumhafte Landschaft und Idylle der Winelands und wir bereuten sofort, nicht einen längeren Besuch eingeplant zu haben – auch wenn wir alles andere als Weinliebhaber sind! Nach ein paar Stunden fühlten wir uns vollkommen erholt und waren bereit, uns wieder in Kapstadts Getümmel zu stürzen.

Tafelberg in Kapstadt
Blick vom Tafelberg
Kapstadt - Chapman´s Peak Drive
Pinguine am Boulders Beach

Über den malerischen Chapmans Peak Drive fuhren wir über die Kap-Halbinsel zum Cape Point und Kap der guten Hoffnung, wo wir von wilden Straußen und Pavianen in Empfang genommen wurden. Erneut war die Aussicht einfach fantastisch und allein die Autofahrt durch das unberührte Reservat war ein einzigartiges Erlebnis. Abgerundet wurde der Ausflug mit einem Besuch der Pinguin-Kolonie am Boulders Beach, wo die niedlichen „Anzugträger“ uns mindestens genauso amüsiert beobachteten wie wir sie.

Nach einer beeindruckenden Tour nach Robben Island, der ehemaligen Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela lange Jahre einsaß, war die erste Station unserer Reise Geschichte und wir fuhren entlang des Clarens Drive nach Hermanus, in die Walhauptstadt Südafrikas. Die Riesen des Meeres ließen leider auf sich warten, denn erst Ende Mai treffen die ersten Wale zum Kalben an der Küste ein. Nichtsdestotrotz genossen wir Hermanus‘ maritime Atmosphäre und die frische Meerluft in dem ehemaligen Fischerdörfchen.

Kapstadt - Robben Island
Kapstadt - Robben
Blick über Hermanus
Zimmer in der Lavender Manor Guest Lodge

Ganz anders empfing uns Oudtshoorn in der Klein Karoo Halbwüste – windstille 35 Grad und neugierig dreinblickende Strauße. Nach einer interessanten Tour über die Straußenfarm stellten wir schnell fest: diese Tiere sind alles andere als clever. Ganz niedlich sind sie trotzdem – und so war unsere Freude groß, als wir vor unserer Unterkunft, die in den 1930er Jahren mal ein Federpalast war, ein Straußengehege entdeckten. Zum Abendessen folgte ein köstliches südafrikanisches Barbecue, genannt „Braai“, mit Straußensteak im Hauptgang.

In Knysna konnten wir uns dann bei einer Bootsfahrt durch die Lagune erfrischen, denn die Temperaturen waren wieder im angenehmen 20 Grad-Bereich. Wie schön war es zu sehen, dass die Vegetation sich nach dem Großbrand im Juni 2017 wieder erholt hat! Bei einer kleinen Wanderung im Featherbed Naturreservat lernten wir eine Menge über die Flora und Fauna um die Lagune herum und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht und einem köstlichen Mittagsbuffet belohnt.

Landschaft der Kleinen Karoo
Strauße in Oudtshoorn
Hannah mit kleinen Straußen
Hannah in Bakenskraal

Angekommen in der tropischen Gegend von Tsitsikamma, genauer gesagt im kleinen Dorf Storms River, wartete das nächste Highlight unserer Reise bereits: die Chance, den Wald aus der Vogelperspektive zu sehen, wollten wir uns nicht entgehen lassen und nahmen daher an einer Canopy Tour teil. Wir rauschten per Seilrutsche durch die Baumwipfel von Tsitsikamma und bekamen sogar ein kleines Chamäleon zu Gesicht.

Wir konnten Storms River nicht verlassen, ohne noch einmal über die Suspension Bridge im Tsitsikamma Nationalpark zu laufen. Die etwa 45-minütige Wanderung war über die Holzpaneele gut zu bewältigen und an den Aussichtspunkten lohnte es sich, kurz anzuhalten und durchzuatmen. Im Addo Elephant Park unternahmen wir eine Pirschfahrt mit Ranger im Allradfahrzeug, nach der wir ein heißes Bad brauchten. Denn kaum waren wir bei schönstem Sonnenschein im Park angekommen, begann es wie aus Eimern zu gießen. Dies führte dazu, dass wir außer einem nassen Elefanten (von insgesamt über 700!), einigen Zebras und einer Handvoll Antilopen nicht viel sahen. Aber so ist das eben in der Natur, eine Garantie gibt es für nichts.

Hannah in der Bucht von Knysna
Knysna Heads
Wanderung im Featherbed Private Nature Reserve
Bucht bei Knysna

Dies sollte sich jedoch ändern, als wir unsere letzte Station erreichten, das Sibuya Game Reserve. Hier checkten wir nach einer Bootsfahrt über den Kariega River im Forest Camp ein und fuhren direkt auf Pirsch, bei der wir neben unzähligen Giraffen auch auf Elefanten, Büffel und Löwen trafen. Anschließend konnten wir uns am leckeren Abendbuffet bedienen und bei einer Tasse heißer Schokolade den Abend in der Boma ausklingen lassen. Im komfortablen Safarizelt mit Außendusche angekommen, prasselte bereits ein Feuer im Ofen und das Geräusch des Busches begleitete uns in den Schlaf. Unser letzter Tag in Afrika begann mit einer frühen Pirschfahrt und diesmal bekamen wir recht schläfrige Tiere im Morgengrauen zu Gesicht. Unsere Frühstücksbestellung gab der Ranger per Walkie-Talkie an das Camp durch, in dem bereits das leckerste Buffet auf uns wartete. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Angeln am Kariega River und weiteren Pirschfahrten, bevor wir uns aus dem Reservat und von diesem unglaublich vielseitigen Land verabschieden mussten. Doch dies war garantiert nicht unser letzter Besuch, denn das Afrika-Fieber hat uns längst gepackt!

Sibuya
Zelt im Sibuya Forest Camp
Sibuya Forest Camp - Zelt von innen
Pirschfahrt in Sibuya

Die 10 schönsten Erlebnisse entlang der Garden Route in Südafrika:

  • Direkt nach der Ankunft ein leckeres Eis im Green Point Park essen – herrlich erfrischend!
  • Am letzten Abend in Kapstadt den Sonnenuntergang vom Signal Hill aus beobachten
  • Die Begegnung mit einer kleinen Leopardenschildkröte in Stony Point, die allen Pinguinen die Show stahl.
  • Am Strand von Hermanus spazieren gehen und ganz unverhofft von den stürmischen Wellen eingeholt werden.
  • Winzigen Straußenjungen in Oudtshoorn bei der Fütterung zusehen.
  • Bei Sonnenaufgang in die Klein Karoo fahren und eine Erdmännchen-Kolonie beim Aufwachen beobachten
  • Auf dem Weg zu den Knysna Heads von einer Horde wild umherrennenden und quiekenden Mangusten überrascht werden
  • Bei der letzten Station auf der Canopy Tour in Tsitsikamma ein kleines Chamäleon entdecken und es auf die Hand gesetzt bekommen
  • Auf Pirschfahrt mitbekommen, wie eine ganze Herde Elefanten aufgeschreckt wurde, die dann laut trötend durch das Wildreservat läuft – beeindruckend und unheimlich zugleich!
  • Abends mit einer heißen Schokolade in der Boma bei einem prasselnden Lagerfeuer sitzend nicht glauben zu können, dass man wirklich hier ist. In Südafrika.

Meine Stationen waren:

Oudtshoorn

Oudtshoorn – Bakenskraal

Bakenskraal

Knysna

Knysna Log In

Knysna Log-Inn Hotel

Addo Elephant Park

Stable Cottages

Stable Cottages

Sibuya Game Reserve

Sibuya Game Reserve

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