Mein. Dein. Afrika.
Afrika Reisen mit Venter Tours

Campingurlaub mal anders – auf Augenhöhe mit der Wildnis Afrikas

Familie Venter

Es gibt viele Möglichkeiten, Afrika für sich zu entdecken. Wer wüsste das besser als wir von Venter Tours, die wir ständig für Sie auf der Suche nach den faszinierendsten Reisen durch den afrikanischen Kontinent sind. Doch auch für uns gibt es noch Überraschungen. Davon haben wir sogar einige erlebt auf unserem dreiwöchigen Familien-Campingabenteuer quer durch Namibia, Botswana und Simbabwe. Die erste: Abenteuer und Komfort müssen sich nicht ausschließen.

Die ersten zwei Wochen reisten wir zusammen mit zwei befreundeten Familien aus Deutschland. Unterwegs waren wir mit voll ausgestatteten Geländewagen, die wir von Asco Car Hire mieteten. 3500 Kilometer waren sie uns treue Begleiter. Voll ausgestattet heißt übrigens: Dachzelt, Matratzen, Decken, Grill, Kühlschrank, Töpfe u.s.w. waren schon an Bord. Unsere Fahrt war ein Mix aus Campingurlaub und Übernachtungen in festen Unterkünften, wie Gästehäuser und Lodges. Das hatte den Vorteil, ab und zu mal vernünftig duschen zu können und in einem bequemen Bett zu schlafen. Doch das Camping in Afrika ist ein einzigartiges Abenteuer. Wer unmittelbaren Kontakt zur Natur haben möchte, kommt hier garantiert auf seine Kosten. Gerade auch für unsere Kinder waren die Erlebnisse und Beobachtungen in der Wildnis so beeindruckend, dass wir noch lange davon erzählen werden.

Da wir anfangs mit drei Autos unterwegs waren, besorgten wir uns CB-Funkgeräte für die Verständigung unterwegs. Diese Methode ist sehr empfehlenswert, weil man sich gut und kostenlos abstimmen kann, keine Handys benötigt und durch die Autobatterie von Ladegeräten unabhängig ist.

Camping mit unseren voll ausgestatteten Geländewagen
Unser "Campingplatz"

Alle Achtung vor den Affen!

Unsere Reise begann in Windhoek und führte uns als erstes zum Waterberg. Dieser markante Tafelberg ist etwa 48 Kilometer lang, 15 Kilometer breit und nahezu 200 Meter hoch. Um dieses fantastische grüne Plateau ist ein Nationalpark eingerichtet, auf dem man unter anderem geführte Wanderungen unternehmen kann. In Empfang genommen wurden wir von berühmt-berüchtigten Pavianen, vor denen man sich in Acht nehmen sollte, wenn man seine Vorräte behalten und seine Ausrüstung unversehrt wissen will. Am besten macht man sofort klar, wer das Sagen hat, weil diese an Touristen gewöhnten Affen sonst völlig ohne Scheu und Respekt sind. Wer einmal einen Angriff dieser mit imposanten Eckzähnen ausgestatteten Primaten erleben „durfte“, ist geheilt und vermeidet jeden weiteren Kontakt. Wer indes den wundervollen Waterberg erklimmen möchte, kann das tun, sollte aber fit sein. Mit herkömmlichen Wanderwegen wie in Deutschland kann man den Aufstieg nicht vergleichen. Wege gibt es nicht, Kennzeichnungen einer Wanderroute nur rudimentär und einige Steine musste man schon erklimmen, um auf das Plateau mit dem wunderbaren Ausblick zu kommen. Die herrliche Aussicht hat uns jedoch für den abenteuerlichen Aufstieg entschädigt.

Das NWR (Namibia Wildlife Resorts) verfügt in der Region über Chalets, in denen man komfortabel übernachten kann. Wir allerdings wählten das Campen. Sie wissen schon, des Abenteuers wegen...

Wanderung auf den Waterberg
Fantastische Aussicht vom Waterberg

Die nächste Etappe führte uns 300 Kilometer weiter in den einzigartigen Etosha-Nationalpark in das dortige Okaukuejo Rest Camp. Eine riesige Salzpfanne, die sogar aus dem Weltall sichtbar ist, ist das Kennzeichen dieses größten Schutzgebietes Namibias. Und wer nun glaubt, das Ganze sei eine tote Salzwüste, der irrt: Es blüht das Leben!  Hier gedeiht eine üppige und vielfältige Wildtierpopulation, die sich an Wasserlöchern versammelt. Diese wiederum garantieren unvergessliche Beobachtungserlebnisse, müssen doch alle Tiere irgendwann einmal zum Trinken hierherkommen. Das Camp an sich ist sicher umzäunt, doch in unmittelbarer Nähe befinden sich die besagten Wasserlöcher und sogar ein großes Wasserloch mitten im Camp. Man kann sich einfach hinsetzen und ist mittendrin: Nur wenige Meter entfernt gibt sich die unglaubliche Farben- und Formenvielfalt der afrikanischen Tierwelt ein Stelldichein. Schakale, Elefanten, Zebras, Löwen, Giraffen, Impalas, eine Vielzahl exotischer Vögel und sogar das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn sind hier versammelt. Auch nach Sonnenuntergang muss man auf das Wunder nicht verzichten – das Wasserloch wird dann mit Fluchtlicht erleuchtet. Unser Tipp: Bleiben Sie ruhig drei Tage vor Ort, umso mehr können Sie von der fantastischen Natur des Etosha entdecken und haben die Chance, seltene Tiere zu fotografieren oder zu filmen. Die zweite Station im Etosha war das Halali Rest Camp, ebenfalls vom staatlichen Namibia Wildlife Resorts (NWR) geführt. Auch hier gibt es ein beleuchtetes Wasserloch, allerdings mit etwas Fussmarsch vom Camp zur Wasserstelle. Kinder sollten daher nur in Begleitung mit den Eltern dort hingehen.

Am Wasserloch im Etosha Nationalpark
Im Etosha Nationalpark

Weiter ging es im Dreiländereck zwischen Namibia, Botswana und Angola zu einem Zwischenstopp in die Kleinstadt Rundu, wo wir in der Kaisosi River Lodge übernachteten - aber in unseren Dachzelten wohlbemerkt. Als Ausgleich gönnten wir uns am nächsten Morgen ein fantastisches Boots-Frühstück mit Champagner auf dem Kawango-Fluss. Bei der anschließenden entspannenden Bootsfahrt konnten wir viele schöne Beobachtungen machen. Dabei ist auch einiges von der Lebensweise der Einheimischen zu entdecken, die entlang des Flusses siedeln.

Bootsfahrt auf dem Kavango Fluss
Einheimische am Fluss

Fischen im Welterbe

Dem Fluss blieben wir treu, allerdings führte uns die Reise weiter nach Botswana, wo wir Station in der wunderschönen N‘xamaseri Island and Fishing Lodge machten. Nach so vielen Zeltnächten gönnten wir uns nun die kommenden Nächte etwas mehr Luxus und bewohnten die Chalets der Lodge.

Das Okavango-Delta ist weltberühmt für seinen schier unerschöpflichen Artenreichtum. Und das gilt sowohl für über als auch für unter Wasser. Mit über 20.000 Quadratkilometern ist es eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Seit 2014 gehört das Okavango-Delta zum UNESCO-Welterbe. Wir testeten den Fischreichtum bei einer geführten Angeltour und konnten manch‘ dicken Fang, bspw. den Tiger Fish an Land ziehen. Das tat auch der African Fish Eagle, der wie bestellt direkt vor unserer Nase erfolgreich auf die Jagd ging. Ein fantastisches Schauspiel - nicht nur für unsere Kinder!

Das pure Gegenteil nach all dem Wasserreichtum war die Fahrt durch die Wüste Kalahari. Hier wurde uns noch einmal richtig bewusst, warum wir uns für ein Allradfahrzeug entschieden hatten. Die tiefen Sandwege waren schon eine echte Herausforderung. Wir besuchten die Dinaka Safari Lodge am Rande der zentralen Kalahari. Die Chalets sind toll ausgestattet und weit genug auseinandergelegen, um das Gefühl zu bekommen, man sei fast allein in dieser einzigartigen Landschaft. Der Eigentümer der Lodge führte uns zu verschiedenen Wasserlöchern, wo wir in einem extra gebauten Versteck die Wildnis ganz nah beobachten konnten. Ein kleines Video mit einer Drohne aufgenommen gibt einen kleinen Einblick wie es in und um Dinaka aussieht. Wie man in der Wüste überlebt, brachten uns die dort lebenden Buschmänner bei, mit denen wir unterwegs waren. Wir lernten, wie man Feuer macht und wie man Wasser aus einer Wurzel gewinnt. Oder auch, wie man sich in einem Straußenei unter Zugabe einiger Kräuter einen Wasservorrat für mehrere Wochen anlegen kann. Das Ganze war sehr lehrreich aber mindestens ebenso unterhaltsam. Mit etwas Glück kann man auch die schwarzmähnigen Kalahari-Löwen sehen.

Unsere Freunde mussten nach zwei Wochen Abenteuer abreisen und machten sich auf den Weg zurück nach Windhoek. Wir verabschiedeten uns in Ghanzi und freuten uns auf die nächsten Abenteuer. Wir trafen uns mit meinem langjährigen Freund und ausgezeichneten Natur- und Tierfotografen Hannes Lochner, der uns zwei Tage begleitete. Wir campten in der Region des Khwai und Moremi und waren auf einmal mittendrin in der Wildnis. Dieses Gefühl ist nochmal ein gänzlich anderes als wenn man in umzäunten Campingplätzen übernachtet. Überall hört man die Wildnis und ihre vielfältigen Stimmen, und über einem ist ein riesiges Sternenzelt ausgebreitet. Unbeschreiblich schön! Überall waren Elefanten zu sehen, auch die Flusspferde konnten wir ganz aus der Nähe erleben und fotografieren. Hannes gab uns tolle Tipps für noch bessere Fotos. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man natürlich ein besonderes Auge auf sie haben, denn Wildcamping ist eben ganz anders, als wenn man in einem rundum behüteten Game Reserve übernachtet. Hippos und Hyänen hatten keine Scheu nachts unseren Campingplatz zu besuchen. Das Schmatzen und grasen um unser Fahrzeug herum wie auch das Geheule der Schakale und Hyänen bereitete uns ein unvergessliches Gefühl.

Fototipps von Hannes Lochner gab es für Groß und Klein
Campen im Busch
Nelly und Hannes
Hannes Lochner in Action

Dieser spezielle Campingplatz hatte seine eigene komfortable Bush-Toilette mit Flush und einer warmen Bush-Dusche. Das Wasser wird dazu extra aus dem Delta gepumpt. Wir waren sehr angetan von so viel Luxus, was normalerweise nicht üblich ist für Wild Camping in diesem Gebiet.

Buschdusche in Khwai
Toillette im afrikanischen Busch

Unterwegs auf dem Hippo-Highway

Mit Desert & Delta Safaris flogen wir mit einem Kleinflugzeug noch einmal zurück ins Okavango-Delta und übernachteten im Camp Okavango, das gerade rundum erneuert wurde und fantastisch geworden ist. Wir verbrachten die Nacht in der großzügig angelegten Familieneinheit - das schönste Zimmer, was man sich im Okavango Delta vorstellen kann. Auf Safari hatten wir unglaubliches Glück und konnten zwei Leoparden beobachten und ausgiebig fotografieren. Das Highlight im Camp Okavango sind verschiedene Wasseraktivitäten, zum Beispiel Wassersafaris mit den Mokoro-Einbäumen. Auf dem Hippo-Highway nahezu geräuschlos unterwegs zu sein und all die tollen Tiere Afrikas aus unmittelbarer Nähe beobachten zu können, ist schon tief beeindruckend. Nicht minder beeindruckend sind die Wanderungen durch das Okavango-Delta. Ob nun Büffel, Löwen oder Elefanten – man begegnet den wilden Wundern Afrikas hier in den vielfältigsten Erscheinungsformen. Manchmal auch ganz anders, als man sich das gedacht hatte …

Mit dem Mokoro unterwegs
Netter Empfang im Camp Okavango

Gefährlicher Besuch eines hungrigen Riesen

Unser nächstes Ziel war ein Zeltplatz in der Savute Region im Südwesten des Chobe Nationalparks direkt am Savuti Fluss, wo wir meinen Cousin Bertus Venter (Arzt in Windhoek) mit seiner Frau Annabelle Venter (Naturfotografin und Künstlerin in Namibia) in ihrem Landrover treffen wollten. Wir parkten unser Fahrzeug in diesem nicht umzäunten Camp und packten einige Dinge aus und stellten sie im Freien ab, darunter auch Proviant in der geschlossenen Kiste. Plötzlich bekamen wir einen Hinweis auf eine Leopardensichtung, und da mussten wir natürlich hin! Als wir wieder zurückkamen, hatten wir Besuch. Ein riesiger Elefantenbulle stand neben unserem Fahrzeug. Und er kam immer dichter, denn unsere Vorräte hatten ihn angelockt. Auf der einen Seite des Landrovers standen wir, auf der anderen Seite der Elefant. Nun machten wir Bekanntschaft mit der Geschicklichkeit des größten Landsäugetiers der Erde. Er legte seinen Rüssel über das Auto und fing an, unsere Proviantkiste zu öffnen. Wie er den Deckel öffnete, ist uns noch heute ein Rätsel. Darin: unter anderem zwei Flaschen köstlicher Rotwein, die wir eigentlich nicht als Elefantentränke vorgesehen hatten. Das störte den Dickhäuter allerdings gar nicht, er fraß unsere Haferflocken – die Rosinen verschmähte er übrigens – köpfte eine Flasche des Weins und scheiterte an der zweiten. Die Abdrücke seines Wirkens sieht man noch an der Flasche. Irgendwann wurde es uns dann zu bunt, und mit vereinten Kräften bzw. vereintem gleichmäßigen Klatschen konnten wir den Bullen vertreiben. Zum Glück war er in unser Revier eingedrungen und nicht wir in seines …

Elefant am Landrover
Elefant an der Proviantkiste
Überbleibsel des Elefanten-Überfalls
Camping in Savute bei Nacht

Am nächsten Tag ging es nach Kasane, einer Stadt in Botswana im Vierländereck von Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Sie liegt am Chobe River, der auch die nordöstliche Grenze des Chobe-Nationalparks bildet. Nach hunderten Kilometern buckeliger Pisten und staubiger Wege waren wir froh, wieder auf einer asphaltierten Straße unterwegs zu sein. Unser Fahrzeug gaben wir in Kasane ab und setzten unsere Reise mit privaten Transfers fort.
Auf dem Chobe charterten wir eine private Bootstour, während der wir wieder wundervolle Begegnungen mit den wilden Tieren Afrikas hatten. Einem Elefanten, der am Ufer stand, kamen wir mit dem Boot so nahe, dass wir an der Hälfte seiner Dusche teilhaben durften (siehe Video). Am Abend konnten nach all unseren Campingabenteuern wieder einmal schönes Essen und eine Bedienung genießen – nach so viel Wildnis lernt man derartigen Luxus erst richtig schätzen. Wir verbrachten die Nacht in einer Familieneinheit der Chobe Bush Lodge.

Die letzte Station unserer Reise führte uns zu den Victoria-Fällen und der Victoria Falls River Lodge in Simbabwe. Hier kann man richtig Mut beweisen und sich von der Victoria-Brücke an einem Bungee-Seil 111 Meter in die Tiefe stürzen. Unser 15-jähriger Sohn Louis traute sich, gegen aller Ängste seiner Mutter.  

Wer es weniger aufregend mag, kann an den relaxten Sundownerfahrten mit dem Boot auf dem Sambesi Fluss teilnehmen. Selbst, wenn man auf der faulen Haut liegen bleibt oder am Pool sitzt, sind tolle Beobachtungen möglich: Am Sambesi Fluss kann man je nach Tageszeit Kudus, Warzenschweine, Baboon-Affen, Giraffen und sogar Elefanten entdecken. Und übrigens auch Paviane. Wie schon beim Waterberg gilt hier ebenfalls: Nur nicht anlocken und immer schön die Balkontüren schließen, sonst sind die Affen schneller im Zimmer als man denkt. Über den Victoria Falls Airport ging es schließlich zurück nach Johannesburg und von da aus wieder nach Hause. Von diesem Familienabenteuer werden wir alle noch lange zehren – so viel ist sicher!

Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten und Erlebnisse eines Afrika-Familienabenteuers erfahren wollen, dann kontaktieren Sie uns einfach.