Mein. Dein. Afrika.
Afrika Reisen mit Venter Tours

„Herzenseroberung“ in Botswana 05/2009

Pirschwanderung in Botswana

„Es ist ein Ort, der darauf wartet, Dein Herz plötzlich zu erobern...“ stand auf unserer Einladung für einen Trip, bei dem wir unterschiedliche Lodges in Botswana näher kennen lernen wollten. Sie alle gehören zu den beiden Safariunternehmen Desert & Delta Safaris oder Ker & Downey, Botswana die seit kurzem zusammenarbeiten.

Meine Frau Katja und ich machten sich Mitte Mai also gespannt auf den Weg, um unser Herz „erobern“ zu lassen. Zunächst besuchten wir die südafrikanische Tourismus-Messe „Indaba“ in Durban. Anschließend ging es über Zimbabwe – wir sind auf dem Victoria Falls Airport gelandet – mit den üblichen Zollabwicklungen in Richtung Botswana.

Hier legten wir in der Muchenje Lodge, die weder zu Desert & Delta sowie Ker & Downey gehört, unsere erste Station ein. Der Weg über die Teerstraße von Kasane zur Lodge durch den Chobe Nationalpark hat ca. eine Stunde in Anspruch genommen. Muchenje kann durch Charme überzeugen und entschädigt auf jeden Fall für etwaige Reise-Strapazen. Sie ist eine eher klein gehaltene Unterkunft, die trotzdem mit einem umfangreichen Programm, wie geführten Pirschwanderungen, Safaris und Fahrten bei Nacht aufwarten kann. Außerdem kann man von der Lodge aus auch die Ngoma Bridge, die Caprivi-Brücke zwischen Botswana und Namibia, erkennen und eignet sich besonders für Kunden die mit dem Auto Namibia in Kombination mit Botswana bereisen möchten. Für unsere Tour ein idealer Start. 

Die Lounge der Muchenje Lodge
Blick von der Terrasse der Muchenje Lodge

Am Abend ging es dann zur Chobe Game Lodge (Desert & Delta), der einzigen Lodge im Chobe Nationalpark und somit bestens geeignet, um den Park zu erkunden. In der Nacht ist dies von Gesetzeswegen nicht möglich. Dafür gibt es aber am Tag und in den Abendstunden einen großen Anteil der afrikanischen Tierwelt zu sehen: Giraffen, Vögel und eine enorme Elefanten-Population.

94 Gäste haben in der Lodge Platz, die weitestgehend vom Massentourismus verschont geblieben ist. So konnten wir hier auch ein wahres Safarigefühl erleben. Allgemein gesagt ist die Chobe Game Lodge ideal für Urlauber, die sowohl nach Land- als auch Wasseraktivitäten Ausschau halten. Natürlich gibt es auch hier individuelle Wellness-Möglichkeiten. Katja konnte im Curio Shop auf ganz andere Art und Weise entspannen. Das dortige Angebot war so überzeugend, dass zwei Kleider eine neue, sehr glückliche Besitzerin fanden... 

Elefant vor Safari-Fahrzeug
In der Chobe Game Lodge

Der zweite Tag war der Savute Safari Lodge (Desert & Delta) gewidmet. Die kannte ich ja noch recht gut von unserem Survival-Trip im April. Mit dem Kleinflugzeug war die Anreise diesmal allerdings zeitsparend und bequem. Ich wurde auch nicht auf eine so harte Probe gestellt wie vor einigen Wochen. Erst recht nicht in der Lodge. Savute haben wir alle unter einer Überschrift gespeichert: Tiere über Tiere. Bei einer Pirschfahrt konnten wir ein spannendes Naturschauspiel beobachten: Ein Rudel wilder Hunde, 18 zählten wir, trieb sein Spiel mit einem gefangenen Strauß, Hyänen belauerten dies aus der Nähe. Als wenn dies nicht schon spannend genug wäre, „gesellte“ sich langsam eine Löwin dazu. Mit einem enormen Sprint trieb dann schließlich der männliche Löwe die Hunde und die Hyänen in die Flucht. Das alles aus der Nähe zu sehen, sorgte bei uns für enormes Herzklopfen und so langsam glaubten wir an die Worte, die in unserer Einladung standen. Zum Glück konnten wir in der herrlichen Lodge, die 24 Gästen Platz bietet und sehr erfrischend wirkt, wunderbar entspannen. Das Hauptgebäude beherbergt nicht nur eine Lounge und Cocktailbar, sondern gibt auch einen tollen Blick auf die Landschaft frei. Das Wasserloch direkt vor der Savute Safari Lodge bot viele beeindruckende Tierschauspiele – Elefanten kamen von überall her und nutzten die Abkühlung.

Sonnenbad mit Tierbeobachtung
Elefant im Sonnenuntergang

Und ab ging es schon am nächsten Morgen zu unserer nächsten Station – dem Camp Okavango (Desert & Delta) im wasserreichen Okavango Delta. Da wir erneut geflogen sind, hat die Anreise in dieses „Herzstück“ des Deltas nicht allzu viel Zeit in Anspruch genommen. Das Camp besticht unter anderem durch seine herrliche Lage mit der enormen Artenvielfalt, insbesondere was die Vogelwelt betrifft. Ein professioneller Guide führt Besucher zu den Stellen, die außergewöhnliche Einblicke in das Wildlife bieten. Hier kann man dann unter anderem auch angeln. Das haben wir aber auf ein noch folgendes Camp verschoben. Und wer dann genug von den vielen Wasseraktivitäten hat, kann in der komfortablen Lodge entspannen. Dabei bietet nicht nur das Restaurant einen herrlichen Blick in die Natur. Auch von der eigenen Herberge aus gibt es Möglichkeiten, Vögel zu beobachten. Untergebracht ist man in gut ausgestatteten Safari-Zelten, die durch ihren Afrika-Style bestechen.

Safari-Zelt in der Xugana Island Lodge
Xugana Island Lodge - Zelt von innen

Die Xugana Island Lodge (Desert & Delta) ist einfach und bequem mit dem Motorboot zu erreichen. Allerdings sollte man die morgendlichen Temperaturen nicht unterschätzen. Eine Jacke, ein dicker Fleece-Pullover und eine Mütze sollten daher schon zum Gepäck gehören. Ansonsten hilft nur eines – man muss sich komplett in Decken packen. Eine Erfahrung, die Katja nun gesammelt hat.

Bootsfahrt im Okavango Delta
Okavango Delta

Xugana liegt im Norden des Okawango Deltas und ist ebenfalls für Wasserfreunde geeignet. Man kann die Gegend entweder im Mokoro-Boot (Einbaum) oder mit dem Motorboot erkunden. Uns hat es gefallen, die umliegenden Inseln mit ihren vielen Palmen mal zu Fuß zu erobern. Aus respektvoller Distanz konnten wir dabei unter anderem eine Herde Elefanten sehen. Und über die Lebensweise der Termiten gab uns der Guide auch Wissenswertes mit auf den Weg. Eigene Erfahrungen blieben da erfreulicherweise aus.

Romantiker kommen in der Lodge voll auf ihre Kosten. Der Blick von der Terrasse ist gerade in den Abendstunden einmalig. Diese ist mit Naturhölzern überdacht und unterstreicht so das natürliche Gefühl, Teil des Ganzen zu sein. 16 Gäste können maximal in den Chalets der Lodge untergebracht werden. Ganz besonders sind uns die Angestellten – vom Manager bis zur Servicekraft – in Erinnerung geblieben. Mit ihrer fröhlichen Art sorgten sie dafür, dass das Dinner gleich doppelt so lecker war. Am Lagerfeuer haben wir uns abends dafür bedankt – und zwar mit unseren Interpretationen bekannter Lieder. Ich denke, mit „We will rock you“ sind wir nun fest in ihrem Gedächtnis gespeichert. Ich hoffe, die Geste wog schwerer als unser Gesang...

selbstgefangener Fisch wird zubereitet
Guide mit Fisch an der Angel

Land und Wasser kennzeichnen das Kanana Camp (Ker & Downey, Botswana). Es liegt ebenfalls im Okavango Delta und ist mit dem Flugzeug erreichbar. Als „versteckter Juwel“ wurde uns das Camp, das am Xudum Fluss liegt, angekündigt. Und ein Juwel ist es tatsächlich. Man kann hier Tag- und Nachtsafaris unternehmen oder das kristallklare Wasser mit dem Mokoro oder Motorboot genießen. Richtig Spaß hat uns aber das Fischen gemacht. Wir wollten uns dabei aber nicht das eigene Essen angeln, sondern einen Köder für den Fischadler. Zwei Stunden habe ich mein Bestes gegeben, aber die Fische waren entweder satt oder gerade anderweitig verabredet. Der Guide sagte mir, das Köderangeln sei wirklich ein schwieriges Unterfangen. Warum nur hat er dann bereits beim zweiten Versuch einen Fisch an der Angel gehabt? Vermutlich war meine gute Vorarbeit der Schlüssel zum Erfolg... Dann wurde der Fisch mit Schilfblättern umwickelt und in den Fluss geworfen. Innerhalb von Sekunden kam ein Fischadler und krallte sich seine Beute. Sieben Fotoapparate klickten – doch nur Katja konnte diesen Moment auf der Speicherkarte bannen. So blieb wenigstens ein Erfolg in der Familie. Mit diesem Erlebnis im Gepäck machten wir uns auf ins Camp. Hier nächtigten wir in Zelten im Meru-Style und konnten von diesen aus wieder direkt auf die Wasserwege schauen.

Beeindruckt wurden wir am folgenden Tag auf eine ganz andere Art und Weise – von der tollen Bauweise des Okuti Camps (Ker & Downey, Botswana), unserer nächsten Station. Es liegt am Maunachira Fluss und die Zelte sind hier aus Holz und reetähnlichen Baumaterialien gebaut worden. Die vorwiegend organischen Formen integrieren die Bauten ideal in die Landschaft und bieten dabei trotzdem enorm viel Platz. Jedes Zimmer gibt den Blick aufs Wasser frei und ist stimmig und komfortabel ausgestattet. Dazu gehören unter anderem separate Baderäume. 18 Gäste können so im Okuti übernachten. Dabei kann man zwischen Zwei-Bett-Zimmern und Familien-Einheiten wählen. 

Okuti Camp - Zelt von innen
Sonnenuntergang im Okuti Camp

Das Okuti Camp, Xaxanaxa Camp und Moremi Camp liegen alle unmittelbar nebeneinander und bieten Möglichkeiten, bei Boots- oder Pirschfahrten die Tierwelt des Moremi Nationalparks zu erleben.

Schade, dass man diesen Reisebericht nicht hören, riechen und schmecken kann. Obwohl, kann man, wenn man selbst auf Tour geht. Aber dazu später mehr. Ich sage das, denn im Leroo La Tau (Desert & Delta) beim Makgadikgadi National Park konnten wir Wildlife spektakulär und hautnah erleben. Das Camp ist auf Klippen zehn Meter über dem Flussbett erbaut worden. Am Wasserloch ist Jahr für Jahr die zweigrößte Zebra-Migration (nach der Serengeti) zu erleben. Auch Löwen, Leoparden, Cheetah, Hyänen und viele andere sind hier „zu Gast“. Speziell konstruierte Verstecke machen es einem als Besucher möglich, sehr dicht an die Tiere zu gelangen. Quasi „zum Greifen nah“. Die Geräuschkulisse aus einer solch geringen Entfernung zu erleben, ist ebenfalls ein einmaliges Erlebnis. Leroo La Tau wurde somit zu einem unserer Lieblingsplätze in Botswana!

Das Camp kann man mit dem Auto (zwei Stunden von Maun) und neuerdings auch mit dem Flugzeug erreichen. Die Chalets sind sehr groß und gerade erst errichtet worden. 

Drinks auf Safari
Safari-Fahrzeug mit Giraffen
Elefanten im Wasserloch
Katja Venter beobachtet Elefanten

Am nächsten Tag endete die offizielle Route und wir verabschiedeten uns von den anderen Mitreisenden. Katja und ich besuchten dann noch weitere Camps. Zunächst das Pom Pom Camp im Okavango Delta. Mokorofahrten, Wanderungen und Pirschfahrten können von hier aus unternommen werden. Die Exklusivität der Lodge sowie der Safarizelte dort hat uns nicht enttäuscht. Das Pom Pom Camp ist Teil unseres Safari Specials – hoher Erlebniswert - preislich unschlagbar!

Das Gunn’s Camp ist nicht so luxuriös wie die Camps, die wir vorher besucht hatten, dafür aber auch für den etwas kleineren Geldbeutel geeignet und keinesfalls weniger erlebnisreich. Insbesondere Bootstouren und Mokorofahrten lohnen sich hier.

Das Moremi Crossing eröffnet am 1. Juli 2009. Was wir gesehen haben, überzeugte uns auf ganzer Linie. Es war zwar noch nicht ganz fertiggestellt, das Gerüst der Lodge stand aber bereits, doch die traumhafte Lage im Okavango Delta und Moremi Nationalpark konnte uns überzeugen. Die Besucher werden in Bezug auf Tiererlebnisse nicht zu kurz kommen.

Im sehr exklusiven Chitabe Camp (Wilderness Safaris) gibt es Wildlife inklusive. Hier haben wir die meisten Katzen unserer Tour innerhalb von nur 18 Stunden gesehen! Und die waren nicht immer von der friedlichen Sorte. Ein Leopard kämpfte mit einer Hyäne, Löwen genossen die Sonne und Cheetah sorgten sich um den Nachwuchs. Die Unterbringung im Camp war erstklassig in großen Zelten, die sehr schön eingerichtet und mit eigenem großräumigem Bad ausgestattet sind. Beim Lagerfeuer genossen wir den klaren Himmel, der sich zum Sternbildersuchen geradezu anbot und wussten, dass diese Reise selbst uns Afrika-Kenner begeistern konnte und tatsächlich – unser Herz erobert hat.

In allen Preisen für die Lodges sind drei Mahlzeiten enthalten. Desert & Delta-Camps bieten den Gästen einen Büffet-Service. In den Ker & Downey-Unterkünften wird das Dinner serviert.

Haben Sie Fragen? Gern berichten wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch ausführlicher über die Details und stellen Ihre individuelle Route zusammen.

Ihr Caspar Venter 

Im Chitabe Wilderness Camp
Badezimmer im Chitabe Wilderness Camp