Mein. Dein. Afrika.
Afrika Reisen mit Venter Tours

Namibia Academy - 06/2011

Caspar Venter in Namibia

Vom 31. Mai bis 9. Juni war ich Teil der „Namibia Academy 2011“ und ich bin sehr glücklich, dabei gewesen zu sein. Was die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa erlebt haben, lesen Sie hier ...

Aller Anfang ist nicht immer schwer. Zwar hatte unser Flugzeug gleich ein wenig Verspätung, aber die Mitarbeiter von Air Namibia haben sich um uns gekümmert. Wir bekamen zum Beispiel Dinner-Coupons, deren Gegenwert man unmöglich aufessen konnte. Ich jedenfalls nicht, sonst hätte man mich vermutlich aus dem Flugzeug tragen müssen. Die Verspätung hatte auch etwas für sich, denn bei herrlichem Sonnenschein überflogen wir Namibia und sahen somit gleich am Anfang der Reise herrliche Postkartenmotive. Die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trips erhielten aus Anlass des zehnten Geburtstages des Namibia Tourism Boards eine Einladung ins Land und waren Vertreter von Reiseunternehmen, Verlagen und Zeitungen. Für die kommenden Tage wurden wir in vier unterschiedliche Themengruppen eingeteilt. Ich war Mitglied der Gruppe „Wildlife & Conservation“.

Flugzeug Air Namibia
die Reisegruppe

Gemeinsam mit acht Teilnehmern aus Polen, Frankreich, Finnland, Spanien, Deutschland, der Schweiz und unter Leitung des sympathischen Jürgen Götz vom Namibia Tourism Board machte ich mich auf den Weg nach Sossusvlei. Vielen ist sicher bekannt, dass es sich bei Sossusvlei eigentlich um eine ausgetrocknete Pfanne mitten in der Namib-Wüste handelt. Doch wir fanden hier dank der ergiebigen Regenfälle der zurückliegenden Zeit eine Menge Wasser vor. So viel, dass man sogar darin mit den Füßen baden konnte – jedenfalls diejenigen, die mutig genug waren. Ich hoffe, meine Fotos können diese einmalige Szenerie ein wenig wiedergeben. Für mich war es ein wirklich verzauberndes Motiv: Die farbenprächtigen Dünen, der blaue Himmel und das dort so selten anzufindende Wasser. Die Anreise ist übrigens relativ bequem. Eine sehr gute Teerstraße führt tief hinein in das Gebiet, nur die letzten fünf Kilometer müssen mit einem Allrad-Fahrzeug oder zu Fuß zurückgelegt werden. Ein Teil unserer Gruppe war in der Kulala Desert Lodge untergebracht. Auch von hier konnte man die roten Sanddünen sehen. Mit den geschmackvoll eingerichteten, reetgedeckten Lodges und einem exzellenten Komfort stand der Entspannung nichts im Wege. Vier weitere Team-Mitglieder und ich schliefen in der Little Kulala Lodge. Besonders den einmaligen Sternenhimmel, den ich hier mitten in der Nacht fotografiert habe, werde ich so schnell nicht vergessen. 200 Kilometer weit und breit kein künstliches Licht… traumhaft.

Caspar Venter auf einer Düne des Sossusvlei
Wasser im Sossusvlei

Unser Bundesland ist ja für seine Seebäder bekannt. Ein ganz kleines bisschen erinnert einen Swakopmund auch an diese Städte. Obwohl, für Austern sind die Ostseebäder nicht gerade bekannt – Swakopmund schon. Sie merken also, Namibia ist ein Land der Gegensätze – von der Wüste ging es an die Küste. Und Swakopmund kann mit seinen tollen Häusern im Jugendstil wirklich punkten. So auch die Villa Magherita wo wir übernachteten. Am nächsten Tag haben wir uns nach dieser kulturellen Inspiration auf ein ganz anderes Abenteuer eingelassen. Dreißig Kilometer südlich von Swakopmund, begaben wir uns in Walvis Bay in die Boote, um den Robben Namibias einen Besuch abzustatten.

Wahrscheinlich über zwei Millionen Tiere leben entlang der Küste Namibias. Wir hatten schnell das Gefühl, dass wir fast die Hälfte aller „tierischen Einwohner“ gesehen haben. Ein Bootsausflug hat nicht nur das Team näher zusammengeschweißt, sondern auch Mensch und Tier. Stellen Sie sich vor, eine rund 200 Kilogramm schwere Robbe schleicht sich aufs Boot, um dann nur Minuten später auf Ihrem Schoß zu sitzen. Ich kenne nun dieses Gefühl. „Spotty“, so der Name der zutraulichen Robbe, hatte Gefallen an meinem Venter Tours Cap, so dass es mir leicht fiel, Vertrauen zu ihm aufzubauen. Geschmack hatte er ja bereits bewiesen. Wir haben auf dem Boot sehr schöne Fotos von Robben, Delfinen und gierigen Vögeln machen können. Ja, auch der Klassiker – ein aus dem Wasser springender Delfin – ist mir gelungen. Nach diesem Abenteuer ging es von Swakopmund ins Damaraland.

Delphin vor Swakopmund
Caspar Venter mit Robbe

Elefanten habe ich in meinem Leben sicher schon viele gesehen. Aber im Damaraland gibt es die Wüstenelefanten. Diese sind ein wenig kleiner und konditionell etwas stärker. Zwei Familien gibt es in der Gegend: „Oscar“ und „Rosie“ – insgesamt über 20 Tiere. Und was soll ich Ihnen sagen… Wir haben fast alle gesehen. Und das in vielerlei Lebenslagen. Auch wütend. Geschlafen haben wir in den Doro Nawas Camp – dies sind äußerst komfortable Bungalows. Die Gegend ist für ihre Viehwirtschaft bekannt, so dass man Ziegen und Rinder schon mal friedlich mit Elefanten an der Wasserstelle antreffen kann. Außerdem trifft man rund um das Camp auch auf eine vielfältige Vogelwelt. Dann ging es weiter in Richtung Etosha Nationalpark. In dem dort besuchten Ongava Tented Camp waren wir dem „restlichen“ Wildlife übrigens sehr nahe. Quasi in der freien Natur erlebten wir Löwen, Nashörner, Geparden, Cheetahs und viele andere mehr. Frei bewegen sollte und darf man sich hier daher nicht. Vom Camp aus ist es jedoch möglich, die Tiere direkt an deren Wasserstelle zu beobachten. Für mich war es wieder ein spannendes Erlebnis, dank der Zelte mitten in der Natur zu sein, dennoch aber eine komfortable Unterkunft zu genießen. Dies ist hier sehr gut gelungen. Natürlich müsste ich an dieser Stelle noch viel mehr über die tollen Unterkünfte schreiben und auch über die schönen Erlebnisse, die wir als Team hatten, denn für mich ist es immer sehr schön und lehrreich, Menschen aus unterschiedlichen Nationen in einem mehr oder weniger fremden Land zu treffen und in unterschiedlichen Situationen kennen zu lernen. So haben wir im Etosha Nationalpark nicht nur die Tierwelt schätzen gelernt sondern auch jeden einzelnen von uns. Die zweite Nacht verbrachten wir in der Ongava Lodge. Wenn Sie auf den Link klicken, werden Sie ungefähr einen Eindruck gewinnen, welch‘ herrlichen Blick in die Landschaft man auch hier genießen kann.

Elefanten, Ziegen und Rinder am Wasserloch in Doro Nawas
Reisegruppe im Safari-Fahrzeug

Am 7. Juni ging es dann zurück nach Windhoek, wo alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vier unterschiedlichen Gruppen quasi wiedervereint wurden und die restlichen zwei Nächte im neuen Hilton Hotel verbrachten. Abends gab es in den „Parliament Gardens“ eine Gala, am nächsten Tag folgten Info-Veranstaltungen und Besuche. Natürlich haben wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt dabei unter die Lupe genommen. Begeistert war ich allerdings schon allein vom neuen Hilton Hotel. Auf der neunten Etage gibt es die „Sky-Bar“, von der man einen herrlichen Blick über die Stadt und direkt auf die Christuskirche hat. Und der Pool, der ideal zum Schwimmen ist, macht den Aufenthalt wirklich unvergesslich. Denn während die Außentemperaturen um diese Jahreszeit nachts schon empfindlich sinken, kann man im temperierten Pool entspannen und den Tag Revue passieren lassen. In unserem Fall ja gleich die ganze Fahrt. Vielleicht haben Sie es gemerkt, ich komme ganz schön ins Schwärmen. Es war wirklich eine wunderbare Erfahrung. Nochmals herzlichen Dank an die Organisatoren und alle Mitglieder des Teams.

Hilton Hotel in Windhoek
Blick über Windhoek