Mein. Dein. Afrika.
Afrika Reisen mit Venter Tours

Reisebericht von Ilona und Peter Burger 12/14

Nachdem wir vor ca. 2 Jahren Caspar Venter bei einer Südafrika-Reise im Venda-Village persönlich kennengelernt hatten, haben wir uns in 2014 kurzfristig entschlossen, unsere nächste Südafrika-Reise mit Ventertours zu planen und durchzuführen. Nun sind wir von unserer Reise zurück und wir haben diesen Entschluss in keinster Weise bereut. Die Reise war sehr entspannt und vor allem die Abwechslung der Unterkünfte und der Umgebungen hat uns sehr begeistert, zumal wir nun zum 6. Mal Südafrika bereisten. Unsere Wünsche, Vorstellungen wurden berücksichtigt und die Planung in vielen persönlichen Gesprächen hat sehr viel Spaß gemacht. Nachfolgend nun unser Reisebericht:

Nachdem wir am Flughafen Johannesburg problemlos und ohne Wartezeiten unser Fahrzeug bei Avis erhalten hatten, fuhren wir ca. 2,5 Stunden (was nach dem langen Flug sehr angenehm war) in Richtung Waterberg/Limpopo in die Bushwa Safari Lodge. Hier trafen wir uns mit südafrikanischen Freunden zum runden Geburtstag meines Mannes und die Lodge hatte dies alles sehr gut vorbereitet: Es gab einen Geburtstagskuchen, ein mit Rosenblättern ausgelegtes Zelt und eine Flasche Sekt. Die ganze Belegschaft sang ein Geburtstagsständchen und wir wurden hier wirklich sehr verwöhnt. Die Atmosphäre in der Lodge ist sehr persönlich, einzig bei den Game-Drives fehlte dem jungen Ranger noch etwas Erfahrung. Die letzten zwei Nächte verbrachten wir dann im Treehouse, eine wirklich einzigartige Erfahrung, wenn auch dieses fast schon zu komfortabel war.

Pool der Lodge
Treehouse

Weg von den Waterbergen fuhren wir in Richtung Botswana an den Grenzübergang Pondrift. Dort trafen wir für den Transfer zum Mashatu Tented Camp im Tuli Block leider zu spät ein, was dann auch relativ teuer wurde. Deshalb ist hier unbedingt zu empfehlen, pünktlich zum ausgemachten Zeitpunkt an der Grenze zu sein. Nachdem wir den Limpopo-River mit dem "Cable Car" überquert hatten, fuhren wir ca. 1 Stunde mit dem Jeep zum Camp und wurden schon hier landschaftlich für den extra Transfer belohnt. Das Mashatu Camp war eines unserer absoluten Highlights, hier stimmte einfach alles: die Unterkunft, das Essen, das Personal - alles war sehr persönlich und angenehm und die Game-Drives waren hier wirklich gigantisch. Ein Platz, den man noch einmal besuchen möchte.

Gepardengruppe
Elefantenbaby mit Mutter

Leider waren die zwei Tage schnell vorbei und unsere Reise führte uns auf einer kurzen Strecke zur Mopane Bush Lodge nahe dem Mapungubwe National Park. Bei der Begrüßung waren wir zunächst etwas schockiert, da wir gleich eine spezielle Taschenlampe mit dem Hinweis auf Skorpione und Schlangen auf dem Lodge-Gelände ausgehändigt bekamen. Aber alles nicht tragisch, die Skorpione waren mit der Lampe gut zu erkennen und wollten nur ihre Ruhe und Schlangen wurden nicht gesichtet. Beeindruckend hier war zum einen der landschaftlich bezaubernde Mapungubwe National Park und die wirklich fantastische Rangerin Brigitta. Noch sehr jung an Jahren, aber mit allen Wassern gewaschen und einem unheimlichen Wissen, haben die Ausflüge mit ihr sehr viel Spaß gemacht. Und die Mopane-Würmer haben uns echt fasziniert, wenn wir sie auch nicht probiert haben (für die Einheimischen sind sie eine Delikatesse :-).

Mopane Würmer im Baum
Landschaft

Unsere nächste Etappe war die Shiluvari Lakeside Lodge nähe Makhado am Albasini Dam. Leider waren wir hier etwas enttäuscht, da zwar ein Boot für eine Cruise auf dem Dam vorhanden war, aber lt. einer Aussage defekt und lt. einer anderen Aussage der Schlüssel nicht auffindbar war. Dies spiegelte auch die nicht wirklich willkommene Atmosphäre in dieser Lodge. Wir hatten das Gefühl, dass dem Personal alles zu viel war und keiner wirklich Lust zu irgendwas hatte. Gerettet hat die Situation dann der auf eigene Faust organisierte Guide Daniel, der uns sehr viel über die Geschichte von Elim und der nahen Umgebung erzählt und gezeigt hat. Diese Lodge würden wir nicht wirklich weiterempfehlen.

Die weitere Strecke führte uns dann zum Mount Anderson Reserve zwischen Ohrigstad und Lydenburg, hier wurden wir für die letzten zwei Tage mehr als entschädigt. Das ehemalige Farmhouse liegt eingebettet in einem wunderschönen Bergmassiv und da wir die einzigen Gäste waren, gehörte uns die gesamte Aufmerksamkeit des Personals sowie des Managers Trent mit seiner Familie. Bei Fahrten durch das Gebirge genossen wir die Landschaft, sogar einen Leoparden und wunderschöne Antilopen. Erstmalig versuchten wir uns erfolgreich beim Fly Fishing und hier waren wir zu Hause. Die Frau des Managers zauberte köstliches Essen, ein Picknick am Dam vervollständigte diesen wunderschönen Aufenthalt.

Picknick
Mount Anderson Reserve

Schweren Herzen's nahmen wir hier Abschied und fuhren zum Serenity Forest Eco Reserve kurz vor Malelane. Und welche Überraschung: hier waren wir in 2006 schon einmal, kann man ja mal bei so vielen Südafrika-Reisen vergessen :-). Leider hatten wir auf dem letzten Kilometer zur Lodge eine Reifenpanne und mussten so den nächsten Tag damit verbringen, einen neuen Reifen bzw. ein neues Auto zu bekommen. Leider war der Service von Avis in Malelane nicht wirklich hilfreich, so dass wir nach Nelspruit zum Flughafen fahren mussten, um dort ein neues Auto zu bekommen. Die Zeit reichte dann leider nur noch für eine kurze Fahrt durch den Krüger Park. Die Lodge selbst liegt wunderschön und das Personal ist sehr freundlich.
Einzig die Anfahrt zur Lodge ist etwas mühsam.

Problemlos ging es dann über die Grenze nach Swaziland ins Mkhaya Game Reserve. Es war bereits unser
3. Aufenthalt in diesem Reserve und ist wirklich nur zu empfehlen. Hier kann man komplett abschalten, kein Strom, kein Internet und am Morgen wird man in der offenen Steinhütte von Injalas geweckt. Das Reserve ist zwar nicht allzu groß, dafür kommt man hier den Rhinos so nah wie sonst nirgends. Und die lokale Staff ist einfach nur genial.

offene Steinhütte im Mkhaya Game Reserve
Rhinos im Mkhaya Game Reserve

Über Lavumisa-Boarder zurück nach Südafrika kamen wir dann in der Shayamoya Tiger Fishing and Game Lodge an. Diese hatten wir eigentlich nur im Programm, um am nächsten Tag wieder zurück nach Swaziland zu fahren, um dort mein Patenkind zu besuchen. Und deshalb war hier die Zeit leider zu knapp, die Umgebung des Jozini Meer wirklich ausreichend zu erkunden. Aber für eine Bootsfahrt hat die Zeit gereicht und wir waren wirklich begeistert. Auch die Lodge selbst ist empfehlenswert.

Wie erwähnt, besuchten wir dann mein Patenkind, das ich seit 6 Jahren über World Vision unterstütze. Dazu trafen wir uns am Lavumisa-Boarder mit einem Mitarbeiter von World Vision und fuhren mit ihm zu meinem Patenkind und dessen Familie. Nach anfänglicher Schüchternheit war das Eis schnell gebrochen und wir verbrachten hier eine sehr emotionale, unvergessliche Zeit. 

Ilona Burger mit Patenkind
Ilona Burger mit Familie vom Patenkind

Die nächste Etappe führte uns in den iSimangaliso Wetland Park zur Makakatana Bay Lodge. Hier fühlten wir uns sofort wohl und das Essen war hervorragend (alle Extrawünsche wurden hier berücksichtigt, da ich nicht alles esse). Das Personal ist sehr liebevoll und mit unserem Ranger hatten wir das große Los gezogen: sehr kompetent, angenehm und mit ihm hatten wir ein wundervolles Barbeque inmitten des Buschs.

Grill
Fischadler im Baum

Leider war nun unsere Reise auch schon fast zu Ende und unser letzter Aufenthalt war im Boathouse in Ballito. Ok, es war nur eine Nacht und die hatte uns hier leider auch gereicht: Ballito ist doch sehr touristisch und nicht wirklich typisch afrikanisch. Hinzu kam, dass das Boathouse unter indischer Führung ist und dementsprechend das Restaurant auch nur indische Speisen serviert. Das passte einfach nicht und der Service ließ hier auch leider zu wünschen übrig. Im Nachhinein hätten wir uns diese Übernachtung sparen können, zumal die Strecke zum Flughafen nach Durban nur noch 16 Kilometer betrug und diese hätten wir auch locker von der Makakatana Lodge bewältigen können.

Zusammengefasst möchte ich sagen, dass wir eine sehr entspannte, abwechslungsreiche und erlebnisreiche Reise durch Südafrika hatten und das Ventertours-Team hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat. Mit Sicherheit war dies nicht unsere letzte Reise mit Ventertours und unser Dank gilt ganz besonders Caspar Venter und Janina Matz. Hier spiegelt sich das Motto: Mein. Dein. Afrika und das Fernweh hat uns schon wieder gepackt.

Ilona Burger, Karlsruhe