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Namibia Reisen  - Sossusvlei

Namib Wüste & Sossusvlei

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Blick auf die Namib

Die älteste Wüste der Welt - die Namib

Die Namib Wüste ist mit etwa 80 Millionen Jahren die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich entlang der Westküste rund 2000 Kilometer von Norden nach Süden.  Auf einer Fläche von etwa 95.000 km² erstreckt sich einer der faszinierendsten und gleichzeitig unwirtlichsten Landschaften der Welt. Allein die Temperaturen schwanken hier zwischen 50 °C am Tag und 0°C in der Nacht.

Die Namib Wüste ist berühmt für seine riesigen Sanddünen, die je nach Sonnenstand in den schönsten Rot- und Orangetönen erstrahlen. Besonders die Dünen des Sossusvlei gehören zu den beliebtesten Zielen einer Namibia-Reise.

Namib Wüste aus der Luft
Landschaft der Namib-Wüste
Ausläufer einer Düne in der Namib Wüste
Delta in der Namib

Das Sossusvlei

Das Sossusvlei mit seinen roten Dünen gehört zu den schönsten und bekanntesten Attraktionen in Namibia und ist Bestandteil des etwa 50.000 Quadratkilometer großen Namib Naukluft Parks, dem größten Naturschutzgebiet Namibias.

Die Salzpfanne des Sossusvlei ist aus dem Tsauchab-Fluss entstanden, als dieser im Laufe der Zeit immer mehr versandete und austrocknete. Man geht davon aus, dass der Tsauchab ursprünglich bis zum lediglich 50 Kilometer entfernten Atlantik floss, dessen Weg aber irgendwann vom riesigen Dünengürtel versperrt wurde und er somit versiegte. Was blieb, war eine rissige und trockene Oberfläche aus Salz und Lehm. Den Atlantik hat der Tsauchab wohl vor 60.000 Jahren das letzte Mal erreicht.

„Sossus“ bedeutet übersetzt „blinder Fluss“, denn nur selten kommt es vor, dass der Tsauchab so viel Wasser führt, dass sich das Vlei füllt und ein See entsteht. Dann wird Wasser aus den naheliegenden Naukluft-Bergen durch den Sesriem Canyon bis hinein in das Vlei gespült. Durch den harten rissigen Boden versickert das Wasser nicht so schnell und bleibt für einige Zeit stehen.  

Plötzlich finden sich am See Wasservögel, Oryx-Antilopen oder Springböcke ein und die sonst so karge Region erwacht zum Leben. Schon nach wenigen Wochen ist in der Regel wieder alles vorbei. Dieses Schauspiel wiederholt sich allerdings nur etwa alle 10 Jahre.

Ein Stückchen vom Sossusvlei entfernt befindet sich übrigens das Deadvlei mit seinen vertrockneten, etwa 500-900 Jahre alten Kameldornbäumen – ein weiteres Highlight und eines der bekanntesten Fotomotive einer Namibia-Reise.

Das Sossusvlei
Die Lehmpfanne des Sossusvlei
Toter Baum im Sossusvlei
abgestorbener Stamm im Sossusvlei

Die Dünen des Sossusvlei

Die Salzpfanne des Sossusvlei wäre nicht so berühmt ohne ihre Begleiter: Die bis zu 300 Meter hohen Sanddünen gehören nicht nur zu den höchsten der Welt, sondern durch ihre sternförmige Ausdehnung (Sterndünen) auch zu den attraktivsten.

Die Dünen entstanden wahrscheinlich vor etwa fünf Millionen Jahren und wandern Forschern zufolge bis zu zehn Meter im Jahr. Das einzigartige Farbspiel zwischen Orange, Ocker und Ziegelrot – je nach Tageszeit – macht den Anblick der Dünen zu etwas Einzigartigem und besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden bieten sich herrliche Fotomotive. Jedoch sollte man sich vor dem feinen Sand in Acht nehmen – so manche Kamera hat diesen nicht überlebt.

Die Dünen liegen etwa 60 Kilometer vom Parkeingang entfernt und sind bequem über eine geteerte Straße zu erreichen. Nach ungefähr 45 Kilometern erreichen Besucher die berühmte Düne 45, die nach genau dieser Lage benannt wurde.
Fünf Kilometer vor dem Sossusvlei endet die Straße auf einem Parkplatz und wer nicht mit einem Geländewagen unterwegs ist, und sich mit Sandfahrten auskennt, muss nun zu Fuß oder mit einem Shuttle-Service weiter. Im Park gilt ein Tempolimit von 60 km/h und wer zu Fuß unterwegs ist, sollte an genügend Trinkwasser, einen Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutz denken. Denn die Hitze ist hier nicht zu unterschätzen. Wer die Dünen und das Sossusvlei besuchen möchte, sollte außerdem unbedingt schon bei Sonnenaufgang am Tor zum Nationalpark sein – dieses öffnet eine Stunde vor Sonnenaufgang und schließt eine Stunde nach Sonnenuntergang.

Die bekannteste und gleichzeitig höchste Düne ist die „Big Daddy“ oder auch „Crazy Dune. Einen Aufstieg ihren auf ihren Dünenkamm sollte man unbedingt wagen, denn auch wenn der Aufstieg beschwerlich ist, der Ausblick auf die umliegende Dünenlandschaft ist atemberaubend und unvergesslich!

In der Nähe des Namib Naukluft Parks gibt es eine Vielzahl von Lodges und Gästefarmen unterschiedlichen Standards. Zu den teureren, dafür aber mit jeglichem Komfort und einer einzigartigen Lage ausgestatteten gehören dabei die Kulala Desert Lodge und Little Kulala von Wilderness Safaris. Aber auch im preisgünstigeren Segment finden Namibia-Reisende hier eine gute Auswahl. Da jedoch das Sossusvlei Bestandteil nahezu jeder Mietwagenreise und auch Gruppenreise ist, sollte man hier besonders schnell sein.

Dünen des Sossusvlei
Blick auf die Dünen des Sossusvlei
Düne im Sossusvlei
Aufstieg einer Düne