De Hoop Nature Reserve

Nur rund drei Stunden von Kapstadt entfernt liegt eines der eindrucksvollsten Schutzgebiete des Western Cape: das De Hoop Nature Reserve. Als eines der Vorzeige-Reservate von CapeNature umfasst es etwa 36.000 Hektar – von Fynbos-Ebenen über die Potberg-Berge bis hin zu einer spektakulären, 57 Kilometer langen Küstenlinie.
Hier treffen Süßwasser- und Meeresökosysteme aufeinander und schaffen eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen – an Land wie im Ozean.
Ein besonderes Merkmal ist das 29.000 Hektar große Küstenschutzgebiet, das sich bis zu fünf Kilometer ins Meer erstreckt und zu den größten Meeresschutzgebieten Afrikas zählt. Die gesamte Küste ist eine sogenannte „No-Take-Zone“ – Fischfang ist nicht erlaubt, wodurch sich marine Lebensräume ungestört entwickeln können.
Zwischen Juni und November kehren südliche Glattwale jedes Jahr zurück, um hier zu kalben und sich zu paaren. Von erhöhten Aussichtspunkten wie Koppie Alleen lassen sich die Tiere vom Land aus beobachten – oft aus nächster Nähe. Dieses landbasierte Walbeobachtungserlebnis zählt zu den Höhepunkten eines Aufenthalts.

De Hoop ist Teil des kleinsten und zugleich bedrohtesten Pflanzenreiches der Erde – des Cape Floral Kingdom. Das Reservat schützt eine der größten zusammenhängenden Flächen des seltenen Tiefland-Fynbos.
Rund 1.500 Pflanzenarten kommen allein in der Region Bredasdorp/Agulhas/Infanta vor, davon:

An Land leben 86 Säugetierarten, darunter Bontebok, Kap-Bergzebra, Eland, Graurhebok, Paviane und mit etwas Glück auch Karakal oder Leopard.
Das Feuchtgebiet De Hoop Vlei zieht große Zahlen an Wasservögeln an. Insgesamt wurden über 260 Vogelarten registriert. Am Potberg befindet sich zudem die einzige Brutkolonie der seltenen Kapgeier im Western Cape.
Im Meer sind Delfine, Robben und mindestens 250 Fischarten heimisch.

De Hoop ist besonders bei Wanderern, Radfahrern und Ornithologen beliebt.
Die Mischung aus Küsten- und Binnenlandschaft macht das Reservat zu einem vielseitigen Naturerlebnis.

Die touristischen Einrichtungen werden im Rahmen von Public-Private-Partnerschaften betrieben, unter anderem durch die De Hoop Collection sowie weitere renommierte Anbieter.
Das Angebot reicht von Campingplätzen und einfachen Chalets bis hin zu komfortablen Selbstversorger-Unterkünften und voll betreuten Fünf-Sterne-Lodges.
Damit eignet sich De Hoop sowohl für naturverbundene Selbstfahrer als auch für Gäste, die eine hochwertige Lodge-Atmosphäre inmitten geschützter Landschaft bevorzugen.

Für einen Besuch im De Hoop Nature Reserve sollten mindestens zwei Nächte eingeplant werden. Wer das Reservat intensiver erkunden möchte – mit Küstenwanderungen, Walbeobachtung und Zeit für das De Hoop Vlei – profitiert von drei Nächten direkt im Schutzgebiet.
Die Anreise erfolgt über Swellendam: Von der N2 führt eine rund einstündige Schotterpiste ins Reservat. Die Strecke ist gut befahrbar und auch ohne Allrad möglich, erfordert jedoch etwas Geduld. Die abgeschiedene Lage und die aufwendigere Zufahrt sind Teil des Naturerlebnisses – und sorgen für spürbare Ruhe vor Ort.
