Reisen zu Corona-Zeiten – eine gute Idee?

Diese Frage habe ich mir lange gestellt, bevor ich meine Koffer packte. Aber ich wollte es genau wissen. Nicht umsonst sind wir Reiseveranstalter auch Reiseexperten, denn unsere Erfahrungen und unser Know-How sollen die Menschen in ihrer Reiseentscheidung unterstützen.

Deswegen war für mich besonders wichtig, jetzt zu reisen, um in dieser unnormalen Situation qualifiziert beraten zu können. Mein Ziel ist es nicht, ein verfälschtes Bild zu geben und Unentschlossene zum Reisen zu überreden. Es soll realistisch das wiedergeben, was ich auf meiner Reise in der Covid-Zeit erlebt habe.

Vorbereitungsphase

Warum habe ich mir Namibia ausgesucht? Namibia gehört zu den wenigen afrikanischen Ländern, die laut RKI kein Risikogebiet sind. Ich habe Kinder, die zur Schule gehen und eine Firma zu leiten, aus diesem Grund wollte ich eine mögliche Quarantäne im Anschluss der Reise vermeiden. Namibia bietet gerade für Selbstfahrer einzigartige Erlebnisse, von der Tierwelt über die Wüste bis hin zum Atlantik. Durch den attraktiven Wechselkurs ist Namibia für viele völlig unerwartet die einmalige Gelegenheit, den sonst nur schwer erreichbaren Traum, eine Reise nach Afrika in Erfüllung gehen zu lassen. Und mindestens genauso wichtig, war für mich die Sonnengarantie im Vergleich zum tristen Grippeherbst in der Heimat.

Wichtig für die Einreise, ein aktueller Covid-19 Test, der nicht länger als 72h alt sein darf. Ich bin an einem Donnerstag Abend von Frankfurt geflogen mit Ankunft 08:00 Uhr morgens in Windhoek, den Test habe ich am Dienstag Vormittag um ca. 11:00 Uhr in meiner Heimatsstadt gemacht (Kosten liegen bei ca. 60 - 160 Euro) und am Mittwoch früh bekam ich mein negatives Ergebnis in deutscher Sprache. Englisch war leider auf Nachfrage im Labor nicht möglich, irgendwie typisch für meine Heimat-Region. Wenn möglich, dann empfehle ich einen Test in englischer Sprache, um eventuelle Nachfragen an der Grenze aus dem Weg zu gehen. Wie mir von Reisenden berichtet wurde, ist der Test am Frankfurter Flughafen bei einem längeren Zwischenstopp eine gute Alternative.

Desweiteren empfehle ich vor der Reise eine Zusatz-Covid Versicherung abzuschließen.  Mit nur 5 Euro konnte ich den Fall absichern, dass bei einem positiven Ergebnis, die Stornierungskosten der Reise von der Versicherung rückerstattet werden.

Eine Auslands-Reisekrankenversicherung muss abgeschlossen werden. Am Check-In Schalter musste ich den Nachweis dazu erbringen.

Zusätzlich muss jeder Reisende ein Dokument zu Gesundheitsfragen ausfüllen, dass man sich vor Reiseantritt auf folgender Webseite herunterladen sollte. www.namibiatourism.com.na

Dann sind natürlich die normalen Einreiseformalitäten zu beachten, wie gültiger Reisepass (min. 6 Monate nach Ausreise) mit genug leere Seiten. Das auswärtige Amt informiert genau über die Modalitäten und auch eventuellen Impfungen und Malariaprophylaxe.

Flug von Tegel nach Frankfurt und weiter nach Windhoek

Es war ein Abschiednehmen vom Flughafen Tegel, mein letzter Flug von dort, irgendwie sehr emotional. Wie oft bin ich von hier in tolle Urlaubsziele gestartet. Auf dem Rückweg erwartet mich dann der neue BER, ich bin gespannt.

Beim Check-In musste ich alle erforderlichen Unterlagen einreichen: Pass, Covid-Test, Nachweis der Reiseversicherung, ausgefülltes Gesundheits-Dokument. Der Flieger war gut gefüllt und nicht jeder hatte einen Covid-Test vorzeigen müssen, da innerdeutsche Reisen dies nicht erfordern. Alle trugen einen Mund-Nasen-Schutz. Vielleicht wäre die Bahn eine bessere Alternative gewesen? Ich weiss es nicht.

In Frankfurt hatte ich mehrere Stunden Aufenthalt. Es waren nur noch einige Shops geöffnet, die Restaurants waren leider alle zu. Mund-Nasen-Schutz auch hier verpflichtend. Aber so langsam habe ich mich an das Ding gewöhnt. Dann der Check-In. Mein Abflug-Gate war voll. Alle wollten reisen, ich war erstaunt. Es gibt sie also noch, die Touristen.

Ich war sehr angespannt, denn ich hatte nur den Covid-Test in deutscher Sprache. Hoffentlich lassen sie mich damit durch. Es hat geklappt. Es gab sehr strenge Kontrollen. Ohne negativen Test, kein Flug. Mit diesem Gedanken in meinem Kopf fühlte ich mich sicher. Die Wahrscheinlichkeit sich in diesem Flieger anzustecken, war dadurch sehr gering.

Auch im Flieger war der Mund-Nasen-Schutz ein Muss. Nur zum Essen und Trinken, konnte man ihn entfernen. Es gab Abendessen und Frühstück, allerdings sind einige der liebgewordenen Dinge wie frische Brötchen oder Rührei vom Tablett verschwunden. Dafür fehlte es nicht an Desinfektionstüchern. Leid tat es mir um das viele Verpackungsmaterial, aber in der Covid-Zeit wohl kaum zu vermeiden.

Der Tag 1 war schon mit mittelgroßen Herausforderungen verbunden, aber bot auf jeden Fall kein Grund meine Reise anzuzweifeln.

Namibia aus dem Flugzeug

Von Windhoek nach Sossusvlei

Die Ankunft war unspektakulär. Überpünktlich sind wir im sonnigen Windhoek gelandet und wurden vom freundlichen Flughafenpersonal, ebenfalls mit Mund-Nasen-Schutz begrüßt. Die erste Überraschung im Vergleich zu Deutschland gab es beim Eintreten in die Ankunftshalle. Jeder Reisende mußte sich vor der Passkontrolle die Hände desinfizieren.

Auch hier gab es wieder Rückfragen zu meinem Gesundheitszustand und meinem Corona-Test-Ergebnis. Ich zückte also meinen vorher ausgefüllten Fragebogen und den Corona-Test in deutscher Sprache aus der Tasche. Leider weist für Nicht-Muttersprachler der Ausdruck „nicht nachweisbar“ nicht sofort auf einen negativen Test hin. Nach meinen Erklärungsversuchen, konnte ich dennoch sehr zügig passieren. Das Gepäck kam schnell und der Fahrer wartete ebenfalls mit Mundschutz und dem obligatorischen Namensschild.

Ich war glücklich angekommen zu sein. Nach der kurzen Fahrt in die Stadt konnten wir den Geländewagen in Empfang nehmen. Die Abfertigung verlief sehr persönlich und schnell…wir waren die einzigen Gäste. Um uns beim Fahren auf den langen Pisten abwechseln zu können, haben wir beide Führerscheine registrieren lassen. Der internationale Führerschein wurde nicht verlangt. Er ist aber für möglich Polizeikontrollen empfohlen. Ich hatte meinen gerade abgelaufenen internationalen Führerschein Zuhause ganz unbürokratisch einen Tag vor der Abreise noch neu ausstellen lassen. Jetzt noch schnell vor der ersten langen Fahrt in der nahegelegenen Mall mit Reiseproviant versorgen. Auch hier erwarten uns die schon fast vertrauten Desinfektionsspender und ausschließlich Menschen mit Gesichtsmasken. In zwei Geschäften wurde sogar die Körpertemperatur an der Handfläche gemessen, 35,5 Grad.

Spontan haben wir uns dann noch für einen kleinen Lunch im Restaurant in der Shopping-Mall entschieden. Frischgepresste Gemüse-Smoothies und leckerer Cappuccino auf dem Sonnendeck gaben uns ein fast vergessenes Urlaubsgefühl. Gut gerüstet konnten wir nun die 4-stündige Fahrt in unser erstes Resort in Sossusvlei antreten.

Sossusvlei auf Afrika Reise

Ich war gespannt auf den Empfang in der Sossusvlei Lodge, die ich zum letzten Mal vor 14 Jahren gesehen hatte. In den öffentlichen Bereichen das vertraute Bild. Alle Angestellten bewegten sich auf dem gesamten Gelände mit Mund- und Nasen-Schutz. Die wenigen Touristen nur in den geschlossenen öffentlichen Bereichen.

Aufgrund der wenigen Gäste vor Ort, gab es immer den First-Class Seat, egal ob am Pool, auf der Terrasse oder am Bungalow mit wunderbaren Ausblick in die namibische Wüstenlandschaft. Auch die Beratung zu Aktivitäten für den Folgetag war spontan und ohne Anstehen möglich. Unsere Wahl fiel auf einen Besuch der Sanddünen in eigener Regie und ein geführten Sundowner am späten Nachmittag. Zum Dinner gab es ein 5-Gang a la Carte Menü.

Dinner auf Afrika Reise

Namib Wüste - Sossusvlei

Das Aufstehen um 05:45 Uhr morgens fiel schon schwer, aber die Vorfreude auf die Wüstenlandschaft machte die Müdigkeit zunichte. Ausgestattet mit einem großen Picknick-Korb, den wir am Vorabend bestellt hatten, ging es in nur 5 Minuten entfernten Eingangstor nach Sossusvlei. Entgegen den üblichen Autoschlagen und stundenlangen Wartezeiten, konnten wir sofort passieren. Auf der einstündigen Fahrt zum Endziel konnten wir bereits die ersten afrikanischen Tiere sehen, selbst eine seltene braune Hyäne kreuzte unseren Weg. Auf dem Parkplatz zum Dead-Vlei standen bei unserer Ankunft gerade mal 5 Geländewagen. Dort wo sich üblicherweise hunderte von Touristen für den Fußmarsch versammeln, war es menschenleer. Lediglich ein Park-Ranger sprach uns mit der Bitte an, unseren Kompressor nutzen zu dürfen. Wir halfen gerne aus.

Ausgerüstet mit reichlich Trinkwasser, Sonnenschutz und Fotokamera machten wir uns auf den Weg, die Dünen zu erklimmen. Das Farbenspiel beim Aufstieg änderte sich mit jedem Schritt und war atemberaubend. Verbunden mit der an diesem Ort unüblichen Stille, war dies eine einmalige Erfahrung. Mir kam der Gedanke, dass Covid wohl nicht nur schlechte Seiten hat…

Nach unserer 2-stündigen Wanderung und zurück zum Auto konnten wir es nicht erwarten, den prall gefüllten Picknick-Korb zu öffnen. „Tischlein deck dich“ war die Devise. Bei Kaffee, Müsli, Toast und frischen Früchten kamen wir mit einem jungen Pärchen aus der Nähe von Köln ins Gespräch. Ich nutzte meine Chance für eine spontane Befragung und konnte erfahren, dass sie sehr glücklich mit ihrer kurzfristigen Entscheidung waren, der Situation Zuhause bewusst den Rücken gekehrt zu haben. Ihre berufliche Situation ermöglichte es ihnen sogar, noch weitere Optionen für eine Aufenthaltsverlängerung auszuloten. Remote-Office aus Afrika – was für eine tolle Idee. Schade, dass dieses Privileg nicht jedem unserer Kunden vergönnt ist.

Picknick in der Wüste auf Afrika Reise

Als die Sonne den höchsten Stand erreichte, ging es für uns wieder zurück zur Lodge. Wir relaxten ein wenig am Pool und werteten die zahlreichen Fotos aus.

Für die gebuchte Sundowner-Fahrt trafen wir uns am frühen Abend mit dem Ranger der Lodge und zwei weiteren Gästen, die, wie ich erfuhr, aus Berlin kamen und für eine Fernsehproduktion in Namibia verweilten. Natürlich wollte ich auch hier wissen, wie sie mit der Covid-Situation umgehen. Trotz ihres Versprechens ihren Freunden über Reisen in Covid informiert zu halten, hatten sie sich gegen Postings in sozialen Medien entschieden, um nicht mit möglicher Kritik aus der Heimat konfrontiert zu werden. Was mir bei beiden Interviewpartnern an diesem Tag auffiel: je größer das Wissen über Afrika desto kleiner die Bedenken auch in Covid-Zeiten wieder hierher zu reisen. Beide Pärchen waren sehr reiseaffin und wussten Afrika gut einzuschätzen. Ich habe mich gefragt, wie man Menschen mögliche Ängste nehmen kann, die noch nie auf diesem Kontinent waren. Eine Antwort habe ich noch nicht.

Während der Sundowner-Fahrt entschieden wir uns, den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen. Wir waren alle einstimmig der Meinung, dass in einem offenen Geländewagen, die Luftzirkulation so gut funktioniert, dass keine mögliche Ansteckungsgefahr besteht. Unser Ranger allerdings behielt den Schutz weiterhin auf, was aber kein Problem war, uns an vielen Beispielen die Fauna und Flora in der Wüstengegend zu erklären. Anschließend wurden wir mit Snacks und Getränken an einem traumhaft gelegenen Hotspot überrascht. Mit einem Glas Sekt in der Hand beobachtete ich den Sonnenuntergang. Ein unbeschreibliches Gefühl überkam mich, es hatte etwas von Freiheit und Leichtigkeit.

Sundowner auf Afrika Reise genießen

Aus der Wüste an die Küste von Swakopmund

Heute hieß es Abschied nehmen von der einmaligen Wüstenlandschaft. Auf der vierstündigen Pistenfahrt durch zum Teil mondähnliche Landschaften begegneten uns nur sehr wenige Autos. Erschöpft von der langen Fahrt, jedoch glücklich am Küstenstädtchen Swakopmund angekommen zu sein, checkten wir ganz unspektakulär in unserer neuen Herberge, dem Strand Hotel Swakopmund, ein. Auch hier das gewohnte Bild, Mund-Nasen-Schutz beim Personal, Desinfektionsspender am Eingang und in den Fahrstühlen. Das Wetter war angenehm und die frische Brise auf der Haut tat nach dem heißen Wüstensand außerordentlich gut.

Am Abend trafen wir uns mit Regine und Joel von den African Vocals, einem traditionellen Chor aus dem Township im Ort, der es mit seinen talentierten Sängern bereits geschafft hatte, mehrere Male durch Deutschland zu touren. Bei einem Essen in einem nahe gelegenen Fischrestaurant mit mundschutzbekleideten Kellnern an der Seite erzählten uns die beiden über die Schwierigkeiten, die die Touristenflaute mit sich bringt und dass die Möglichkeiten, ein Einkommen zu erarbeiten, äußerst beschränkt sind. Die Menschen sind sehr verzweifelt, es geht ums Überleben, erzählt uns Regine sehr emotional. „Ich kann mir das gut vorstellen“, war meine Bemerkung dazu, aber Regine erwiderte „Nein, das kannst du dir nicht vorstellen“. Ich bin nachdenklich und frage mich, wie lange die Menschen diese Situation mit nur einem Bruchteil Ihres Einkommens durch den Wegfall der Touristen noch aushalten können. Sofort kamen wir ins Philosophieren und entwickelten dabei neue Ideen, wie Venter Tours die African Vocals in die zukünftigen Tourenprogramme einbinden kann. Ich war beeindruckt von den Geschichten, die uns Joel erzählte, wie seine Karriere im deutschen Männergesangschor in Swakopmund begann, seine erste Reise nach Europa und der unendlichen Sehnsucht, endlich wieder vor Menschen auftreten zu können.

Voller neuer Ideen verließen wir bei frischen 16 Grad unsere Freunde und planten den kommenden Tag. Dieser startete nach einem kurzen Fitness-Lauf entlang der Atlantikküste mit Arbeit. Schließlich soll mein Blog ja zeitnah die Menschen in Deutschland erreichen. Ich machte es mir auf meinem Balkon mit Meerblick und einer Tasse Kaffee gemütlich und begann meine Story zu schreiben, die zahlreichen Fotos zu sortieren und den Inhalt auf unserer Webseite einzustellen. Plötzlich kam mir der Gedanke, dieses schöne Remote-Office noch länger zu nutzen. Ist das vielleicht auch eine „Reise“-Alternative in diesen schwierigen Zeiten? Für diejenigen, die aktuell flexibel sind, gibt es viele gute Gründe, die solch eine Idee attraktiv machen. Guter Internetzugang, freundliches Personal, sehr niedrige Lebenshaltungskosten, gutes Essen, keine Zeitverschiebung und verbunden mit der Möglichkeit, jederzeit einen spontanen Ausflug mitten in Afrika machen zu können. Ich bespreche die Idee sofort mit meinen Kollegen in Deutschland und wir beschließen, dies schnellstmöglich als Option für unsere Kunden anzubieten und attraktive Pakete zu schnüren.

Office arbeiten aus Afrika

Nach getaner Arbeit war es nun an der Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang. Wir schlenderten durch die teils menschenleeren Straßen von Swakopmund. Wir vermissten das Flair, es fehlten das Stimmengewirr der Menschen und die interessanten Begegnungen in den Geschäften oder Cafés. Swakopmund erinnerte uns in diesem Moment eher an eine ausgestorbene Goldgräber-Stadt, die erst wieder zum Leben erweckt werden muss. Noch heute ist die deutsche Kolonial-Geschichte allgegenwärtig, von der Bismarck-Apotheke bis hin zum Biergarten. So verwunderte es nicht, dass wir im bekannten Restaurant Kückis Pub auf ein deutsches Touristenpärchen trafen. Die beiden Rentner aus Hessen und Berlin sind absolute Reiseprofis und erkunden schon seit Jahren mit ihrem eigenen Camper-Van die entlegensten Ecken dieser Welt. Und Covid? Kein Thema bei dieser „Risikogruppe“. Sie wollen den kargen Norden Namibias bereisen und danach Südafrika besuchen. Nicht so allerdings bei ihren Freunden, denn sie sagten die Reise kurzfristig aufgrund der Covid-Situation ab. Es ist nun auch nicht Jedermann so erprobt, wie unsere Ü70-jährige Rentnerin, die in einer internationalen Berliner WG wohnt und im Rentenalter über ein Jahr auf Couch-Server-Tour ging. Zurück im Hotel gab es die Neuigkeiten zu den Ergebnissen eines hochwirksamen Impfstoffes und es kam sofort die Hoffnung auf, dass nun bald Swakopmund aus seinem Dornröschenschlaf erwacht.

Von Swakopmund nach Palmwag ins Damaraland

Die Fahrt in den Norden nach Palmwag war lang und staubig. Ein Strauß überquerte urplötzlich unseren Weg. Die Landschaft wurde mit jeder Stunde immer karger und gefühlt waren wir das einzige Auto weit und breit. Am Wegesrand winkten uns immer wieder Himbas und Hereros zu, in der Hoffnung, dass wir anhalten und von ihren Souvenirständen kaufen. Auch Kinder hielten leere Wasserkanister hoch, um zu zeigen, dass sie durstig sind. Wir schwankten zwischen anhalten und weiterfahren, weil es schwer vorstellbar ist, wie man in dieser Gegend ohne Unterstützung der Touristen seine Familie ernähren kann.

Nach einer 5-stündigen Autofahrt begrüßten uns wenige Meilen vor dem Eingangstor bereits die ersten Giraffen. Was für ein schöner Anblick, wie sie majestätisch den Weg entlang stolzierten. Giraffen gehören zu meinen Lieblingstieren, sie schmücken schon seit 18 Jahren unser Logo. Ich konnte mich nur schwer losreißen, aber wir mussten weiter, denn die Sonne begann sich langsam zu verabschieden.

Endlich trafen wir in der abgelegenen Palmwag Lodge ein. Wie nicht anders zu erwarten, wurden wir hier mit einem netten Lächeln versteckt hinter einem Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel in der einen Hand und unseren Willkommens-Cocktails in der anderen, begrüßt. Bei der Aufnahme unserer Personalien wurden die obligatorischen Fragen zum Wohlbefinden gestellt und die Temperatur an der Handfläche gemessen, “the same procedure like every time”.

Newsletter

Unser Afrika Newsletter erscheint einmal im Monat und berichtet über außergewöhnliche Ereignisse im Hause Venter Tours. Des weiteren präsentieren wir Spezialreiseangebote, interessante Reisehinweise sowie Insidertipps und der ein oder andere Büchertipp ist auch dabei. Unser "Linkes Ding" bringt Sie sicher zum Schmunzeln und bei unseren Rätseln können Sie tolle Preise gewinnen. Also es lohnt sich - bestellen Sie unseren Afrika Newsletter.

* Pflichtfelder