Volcanoes Nationalpark

Berggorilla im Bwindi Impenetrable Nationalpark

Volcanoes Nationalpark

Der Volcanoes Nationalpark im Nordwesten Ruandas durchlebte eine durchaus bewegte Entstehungsgeschichte. Ursprünglich wurde er als Albert Nationalpark von der Belgischen Kolonialregierung geleitet und befand sich auf ruandischem und belgisch-kongolesischem Boden. In den frühen 1960er Jahren wurde der Park zwischen beiden Ländern geteilt und es entstanden zwei eigenständige Parks. Tatsächliche Berühmtheit erlangte der Volcanoes Nationalpark jedoch erst durch die Primatenforscherin Dian Fossey, die 1967 ihre Forschungsarbeit vom Congo nach Ruanda verlegte. Als sehr engagierte Kämpferin für den Schutz der Gorillas trat sie vor allem auch gegen die Wilderei ein, die in der Region bis ins Jahr 2000 ein großes Problem darstellte und auch Dian Fossey am Ende das Leben kostete. Erst 2001 sind Besuche wieder möglich und Ruanda gilt seit vielen Jahren als Vorreiter im Schutz gegen das Aussterben der einzigartigen Tiere.  

Landschaft des Parks

Als Teil der Virunga Vulkane, deren Gipfel die Länder Ruanda, DR Kongo und Uganda voneinander trennen, bietet der Volcanoes Nationalpark eine faszinierende Umgebung. Dichte Bergregenwälder, Bambus, Lobelien und Senezien prägen das Landschaftsbild. Bei Wanderungen zu den drei Gipfeln Mount Karisimbi, Mount Bisoke und Mount Muhabura eröffnet sich einem immer wieder das Panorama dieser einzigartigen Bergwelt. 

Tierwelt im Park

Auf seiner Größe von ca. 160 km² beherbergt er die größte Zahl an Berggorillas im gesamten Virunga Schutzgebiet, das sich auf den Virunga Nationalpark Congo und den Mgahinga Gorilla Nationalpark in Uganda erstreckt.

Obwohl die Gebühren für das Gorilla Tracking in Ruanda mit aktuell 1.500 US$ pro Person die höchsten in Afrika sind, ist es sicher die Hauptattraktion im Nationalpark und die Gebühren werden dringend zum Artenschutz benötigt. Die habituierten Gorilla-Familien sind meist größer als im Nachbarland Uganda und so kann man sich auf spannende Begegnungen freuen. Früh morgens startet man in Begleitung erfahrener Ranger auf die Wanderung und kann dann, wenn man die Gorillafamilie erreicht hat, eine Stunde bei den Tieren bleiben. Allerdings hält der Volcanoes Nationalpark neben seinen berühmtesten Einwohnern noch weitere aufregende Aktivitäten bereit. So ist er beispielsweise Heimat der seltenen Goldmeerkatze, die man ebenfalls auf einem Tracking besuchen kann. Darüber hinaus kann man bei einer Wanderung mit etwas Glück auf Antilopen, wie Ducker oder Buschböcke, Büffel oder Hyänen treffen. Ornithologen freuen sich über etwa 180 Vogelarten, von denen etwa 29 nur hier in der Region der Virunga und Rwenzori-Berge zu finden sind. 

Anreise und Aktivitäten

Nur etwa 2 Stunden vom internationalen Flughafen in Kigali entfernt bietet sich der Volcanoes Nationalpark optimal für eine Kurzreise zu den Berggorillas an.Neben den Gorilla- und Goldmeerkatzen-Trackings bietet der Park weitere Aktivitäten. Wer an der Geschichte von Dian Fossey interessiert ist, sollte eine Wanderung auf Ihren Spuren unternehmen, die von Musanze (Ruhengeri) bis zu Ihrer Grabstätte am Karisoke Forschungszentrum im Volcanoes Nationalpark führt. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Musanze Höhlen im Herzen des Nationalparks, eine 2 km lange Höhle, die vermutlich durch einen Vulkanausbruch entstand. Der Besuch kann gut mit einem Gorilla-Tracking kombiniert werden. 
Darüber hinaus gehören Vulkan-Wanderungen zweifelsohne zu den schönsten Erlebnissen im Volcanoes Nationalpark, denn sie eröffnen traumhafte Ausblicke über die Bergwelt der Region. Mount Karisimbi ist hierbei der populärste – und das zurecht, denn als höchster der Virunga-Vulkane und fünfthöchster Berg Afrikas ist die Tour bis zu seinem Gipfel zwar durchaus herausfordernd, dafür wird man jedoch durch einmalige Landschaften und vielfältige Tierbegegnungen belohnt. Der Gipfel ist oft durch einen Wolkenring bedeckt, was ihm seinen Namen verlieh, denn Karisimbi ist abgeleitet vom Kinyarwanda-Wort für „weiße Hülle“.

Beste Reisezeit

Der Park kann ganzjährig besucht werden, wobei man sich immer mit regenfester Kleidung auf den Weg machen sollte, denn hier kann es außerhalb der Trockenzeit von Juni bis September häufig zu Schauern kommen. 

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