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Das am meisten gejagte Tier der Welt – das Pangolin

Pangolin

Habt ihr das gewusst? Wenn es um bedrohte Tierarten geht, denken wir in erster Linie an Nashörner, Löwen, Elefanten - aber das Pangolin? Davon haben die wenigsten schon gehört.

Doch dieser kleine Erdbewohner könnte in 15 Jahren schon von unserem Planeten verschwunden sein – schuld daran sind leider mal wieder… wir Menschen. Denn besonders im asiatischen Raum gilt das Fleisch eines Pangolin als Delikatesse, während die Schuppen zu medizinischen „Wundermitteln“ verarbeitet werden. Aber auch im afrikanischen Raum werden den Schuppen des Pangolin magische Kräfte nachgesagt. Und so stellt die Wilderei die größte Bedrohung für dieses Schuppentier dar.

Dabei ist so ein Pangolin gar nicht so leicht zu finden, denn es führt sein Dasein im Verborgenen. Ganz langsam und gut getarnt durchstreifen sie die Savannen Afrikas und die Regenwälder Asiens. Außerdem ist es ein vorwiegend nachtaktives Tier, das menschliche Besiedlungsgebiete gern meidet.

Entsprechend wenig wissen wir auch über die Lebensweise dieser skurrilen Säugetiere. Fakt ist, so ein Pangolin ist ein wahrer Eigenbrötler und lebt meist allein. Lediglich zur Paarungszeit finden sich die Tiere zusammen. Ein Pangolin Weibchen bringt immer nur ein Junges zur Welt, das etwa ein halbes Jahr bei der Mutter bleibt. 
Wie alt so ein Pangolin in freier Wildbahn werden kann? Das ist leider nicht bekannt – in Gefangenschaft sind es allerding etwa 20 Jahre.

In Afrika leben vier der insgesamt acht Arten aus der Familie der Pangoline – das Langschwanzschuppentier, das Weißbauchschuppentier, das Riesenschuppentier und das Steppenschuppentier.

Pangolin

Ein Pangolin ist über und über mit großen überlappenden Hornschuppen bedeckt und wenn es sich bedroht fühlt, rollt es sich zu einer Kugel zusammen. Dieser Schutzmechanismus hilft allerdings nur vor tierischen Feinden.

Einige Arten bevorzugen die Behausung in Baumhöhlen, während bodenbewohnenden Arten sich mit ihren kraftvollen vorderen Klauen Erdhöhlen graben oder einfach leer stehende Höhlen beziehen. Trotzdem sind alle Pangoline gute Baumkletterer, deren langer und starker Schwanz ihnen Halt gibt.
Pangoline haben keine Zähne, dafür aber eine bis zu 70 cm lange Zunge, die schmal und klebrig ist – ideal um Ameisen- oder Termitenhaufen durch kleine Öffnungen zu „plündern“. Dabei ist das Schuppentier durchaus gefräßig – 400 Gramm Insekten vertilgt es an einem Tag.

Insgesamt ist es also kaum zu glauben, dass ein Tier, das eigentlich so unscheinbar ist, heute so bedroht ist. Dabei haben die Hornschuppen gar keine medizinische Wirkung, denn sie bestehen nur aus Keratin. Wir könnten also genau so gut aus UNSEREN Fingernägeln Medizin machen!

Immer mehr rückt jedoch das Pangolin in den Fokus der Tierschützer und so wurde zum Beispiel der 20. Februar zum Welt-Pangolin-Tag erklärt. Auch einige Organisationen haben sich dem Schutz der Tiere verschrieben.  

Große Aufmerksamkeit hat zum Beispiel die Tierschutzorganisation „Tikki Hywood Trust“ im Simbabwe mit ihren einzigartigen Bildern des Fotografen Adrian Steirn erzielt. Diese Bilder zeigen Mitarbeiter der Organisation, die mit dem Schutz dieser besonderen Tiere betraut sind und schaffen so ein Bewusstsein für diese einzigartigen Kreaturen.

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