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Afrika Reise Blog - Urlaub mit Venter Tours

Die Geheimnisse des Mount Nyangani in Simbabwe


Am 10. und 11. März waren wir von Venter Tours wie jedes Jahr wieder auf der ITB. Neben all den Gesprächen mit unseren Partnern über Destinationen, Unterkünfte und Aktivitäten im südlichen und östlichen Afrika, hat mich eine eher beiläufig erzählte Geschichte über einen Berg in Simbabwe neugierig gemacht.

Klingt erst einmal nicht spannend? Na wartet mal ab!

An diesem Berg verschwinden immer mal wieder Menschen und tauchen entweder erst nach Tagen wieder auf, ohne sich an etwas zu erinnern oder bleiben verschollen.

Kurz zu den Fakten: Bei diesem mysteriösen Berg handelt es sich um den Nyangani, der sich in den Eastern Highlands nördlich von Mutare im Nyanga-Nationalpark befindet und mit seinen 2.592 m der höchste Berg Simbabwes ist. Umgeben von üppigen grünen Wäldern und einer Landschaft, die von tiefen Schluchten, blühenden Bäumen und dichten Büschen geprägt ist, findet sich hier eine der touristisch attraktivsten Gegenden in Simbabwe. Gleichzeitig ist das Gebiet Heimat von Leoparden, Löwen, Geparden, Hyänen, Kudus, Ducker, Zebras und Pavianen.

Doch die landschaftliche Schönheit ist trügerisch.
Die Flanken des Berges sind äußerst steil und gefährlich und das Wetter ändert sich in kürzester Zeit.
So wird aus eben noch strahlend blauem Himmel sehr schnell eine undurchdringliche Nebelwand, die alles zu verschlucken scheint. Doch viel mysteriöser sind die Ereignisse, die angeblich tief im Inneren des Berges stattfinden.

Stellt euch vor, eine Familie erklimmt den Berg, der Mann beschließt schon vorweg zu gehen… und verschwindet für immer. Er wird nie wieder gesehen – auch nicht, als sich Experten mit Hubschraubern auf die Suche machen.
Oder ein Felsbrocken fällt vom Berg in einen Fluss, reißt alles mit sich, färbt das Wasser blutrot und verschwindet dann, als hätte es ihn nie gegeben.
Oder: Ihr geht auf einen Berg und findet Bäume, die zu reden und zu lachen scheinen. Und während ihr den Schock eures Lebens bekommt, breitet sich eine dichte Nebeldecke aus, hüllt euch ein und lässt euch verschwinden.

All das soll sich am Nyangani ereignet haben.

Undenkbar?
Tja, was Wahrheit und Fiktion ist, ist hier schwer zu sagen.

Und doch sind seit 1980 mindestens fünf Menschen an diesem Berg verschwunden. Für viel Aufsehen sorgten das Verschwinden der Masaya-Zwillinge, den Kindern des damaligen Finanzministers Tichaendepi Masaya, im Jahr 1981 und das des Touristen Zayd Dada im Jahr 2014.
Zayd Dada bestieg am 4. Januar 2014 mit seiner Frau und einem weiteren Paar den Berg. Während die anderen auf halber Strecke eine Pause einlegten beschloss Zayd den Weg allein fortzusetzen. Ab hier verliert sich seine Spur und er wurde nie wieder gesehen.

Nach Angaben der Zimparks-Sprecherin Caroline Washaya-Moyo dauert es etwa 2 Stunden, den Berg zu besteigen und eine weitere Stunde dauert der Abstieg. Nachdem Zayd nicht wieder auftauchte, machte sich sofort ein Rettungsteam auf die Suche und durchkämmte das Gebiet mit Hubschraubern und Ferngläsern. Doch im tiefen Dickicht des Nyangani war das ein aussichtsloses Unterfangen.

Hierfür könnte es natürlich einfache Erklärungen geben, wie zum Beispiel die schnellen Wetterumschwünge, der aufziehende Nebel und das unwirtliche Gelände.

Die Einheimischen glauben jedoch, dass hier höhere Mächte im Spiel sind. So gilt der Berg Nyangani unter den Bewohnern der Region als heilig. Das bedeutet, dass beim Aufstieg gewisse Regeln zu befolgen sind. Geschieht das nicht, wird das schwerwiegende Folgen haben.
So erzählen Überlieferungen von Menschen, die tagelang ziellos umherirrten bis der Berg von der jeweiligen Familie beschwichtigt wurde. Wenn sie wieder auftauchten war deren Erinnerung an die letzten Tag erloschen.

Thomas Gaisford, ein 20-jähriger Student aus Oxford, der den Berg ebenfalls 2014 bestieg, berichtete zum Beispiel, dass er sehr plötzlich von einem undurchdringlichen Nebel umgeben war und den Weg hinunter nicht mehr finden konnte. So schlug er sein Zelt auf und harrte 10 Stunden während heftiger Regenfälle dort aus. Mehrere Schlangen kamen ganz dicht an ihn heran und verschiedene andere Tiere starrten ihn mit roten Augen an. Er hatte das Gefühl, dass er getestet würde. Aber er blieb ruhig.
Und so hatte sich der Nebel am nächsten Morgen verzogen und er konnte den Abstieg wagen.

Er selbst sagt, dass er viele seltsame Geschichten über den Berg gehört, aber nicht geglaubt hatte.
Die Einheimischen hätten ihn vor dem Aufstieg gewarnt und ihm seltsame und ungewöhnliche Dinge erzählt, die in der Vergangenheit passiert seien. Heute wünschte er, er hätte auf sie gehört und sich einen einheimischen Führer genommen.

Und so kommt den einheimischen Führern auch eine besondere Bedeutung zu, denn niemand kennt die Traditionen hier so gut wie sie. Eng verwurzelt sind sie mit diesem Berg, der so viele Geheimnisse birgt.

Kommentare (1)

  1. Hanna Kuom am 07.05.2016
    Da muss ich Glück gehabt haben (1990), ich wurde nur, na, "belächelt":
    Meine Freunde waren schneller als ich und deshalb vorausgegangen.
    Als ich endlich am Hochplateau schnaufend ankam kicherte von oben ein Klippschliefer und auf dem großen Steinbrocken vor meiner Nase stand: Keep going!
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